Bausteine zu einer Narratologie der Dinge
Der 'Eneasroman' Heinrichs von Veldeke, der 'Roman d'Eneas' und Vergils 'Aeneis' im Vergleich, Hermaea. Neue Folge 137
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Zusatztext
In mittelalterlichen Erzählungen treten unzählige Dinge auf, die über den Status als bloß Zuhandenes weit hinausreichen. Unbelebt und dabei doch höchst aktiv scheinen diese Gegenstände das Geschehen in irgendeiner Weise mitzubestimmen. Woher ein Ding kommt und wohin es geht, wem es gehört(e), wie und wann man es benutzt etc. - all das ist nicht selten von entscheidender Bedeutung. Umso irritierender ist der Befund, dass Dinge momentan als weitgehend blinder Fleck auf der erzähltheoretischen Landkarte zu bezeichnen sind und eher beiläufig den primären Erzählkonstituenten Figur - Handlung - Raum zugeordnet werden. Die vorliegende Arbeit zeigt hier mehrere Ansatzpunkte für eine narratologische Aufwertung auf. Die theoretischen Überlegungen werden anhand der Untersuchung von Veldekes Eneasroman im Vergleich mit dem altfranzösischen Roman dEneas und Vergils Aeneis exemplarisch auf die Erzählanalyse übertragen. Dabei wird deutlich, wie unterschiedlich Dinge teilweise zwischen den drei Erzählungen verhandelt werden - und welche spezifischen Interpretationsmöglichkeiten das eröffnen kann.
Autorenportrait
Valentin Christ, University of Tübingen, Germany.
Weitere Details
Erschienen: 24.04.2015
Umfang: X, 182 S., 3 Illustr.
Sprache: Deutsch
Einband: GEB
Format: 1.5 x 23.5 x 16 cm
ISBN/EAN: 9783110400588
Umbreit-Nr.: 7547770
