Aby Warburg und Fritz Saxl enträtseln Velázquez
Ein spanisches Intermezzo zum Nachleben der Antike
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Zusatztext
Diego Velázquez' Gemälde Hilanderas / Spinnerinnen, das noch zu Beginn des 20. Jahrhunderts als "ältestes Arbeiter- oder Fabrikstück" galt, gehört zu den großen Rätselbildern der Kunstgeschichte. Erst 1927 erkannte Aby Warburg in der Hintergrundszene den Wettstreit zwischen Pallas und Arachne und interpretierte das Bild als "Allegorie der Webekunst". Diese spektakuläre Entdeckung wurde als Eintrag vom 18. Juli 1927 im Tagebuch der Kulturwissenschaftlichen Bibliothek Warburg erst nach dessen Publikation 2001 bekannt. Unter welchen Umständen ist Warburg, der sich nie intensiv mit Velázquez auseinandergesetzt hatte, zu dieser Deutung gelangt? Und wie konnte sie indirekt doch die wissenschaftliche Diskussion befruchten? Anhand erstmals systematisch ausgewerteter Quellen erfolgt die Rekonstruktion von "Velasquez-Gesprächen", die Warburg und sein Mitarbeiter Fritz Saxl zur Neuinterpretation des Gemäldes geführt haben. Deren Genese erweist sich als Schulbeispiel für das innovative methodische Vorgehen der beiden Gelehrten.
Autorenportrait
Karin Hellwig, Zentralinstitut für Kunstgeschichte, München.
Weitere Details
Erschienen: 16.10.2015
Umfang: 169 S., 34 s/w Illustr., 12 farbige Illustr., 34 b
Sprache: Deutsch
Einband: PB
Format: 1.3 x 24 x 15 cm
ISBN/EAN: 9783110425512
Umbreit-Nr.: 8110384
