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Koloniale Gewalt literarisch vermessen

Cover von Koloniale Gewalt literarisch vermessen

eBook - Das Schreiben von Boubacar Boris Diop und Mia Couto im Kontext der afrikanischen Gegenwartsliteratur, mimesis

Weiß, Lucia

DE GRUYTER

127.95

(inklusive MwSt.)

Verfügbarkeit: Lieferbar

Zusatztext

<p> Die komparatistische Studie von Lucia Weiß deutet drei Romane der zeitgenössischen Autoren Boubacar Boris Diop (Senegal) und Mia Couto (Mosambik) vor dem Horizont der historischen Erfahrung des Kolonialismus als literarische Vermessung von Gewalt. Der Begriff der Vermessung verweist historisch auf die gezielte Aufteilung Afrikas und auf die pseudo-wissenschaftlich fundierte Gewalt der europäischen Kolonialmächte.</p><p> Die Arbeit legt detailliert die ästhetische Komplexität des Erzählens von Diop und Couto frei, das durch vielfältige Formbezüge eine eigene Kartierung des weltliterarischen Feldes vornimmt. In drei Analysekapiteln arbeitet die Autorin heraus, wie ausgewählte Romane eine eigene Vermessung der kolonialen Geschichtserfahrung auf lange Sicht darstellen: Diops Roman<em>Le Cavalier et son ombre</em> fokalisiert Gewalt in ihrer Beziehung zur Zeit, Coutos Text<em>O último voo do flamingo</em> nimmt den Körper in den Blick und Diops<em>Murambi, le livre des ossements</em> konzentriert sich auf die Sprache.</p><p> Die in allen Romanen präsente Suchbewegung, die von metasprachlichen Kommentaren flankiert wird und begriffliche Oppositionen unterläuft, verweist dabei stets auf den Bereich des Rechts, was die Texte mit dem Denken Jacques Derridas verbindet.</p>

Autorenportrait

<strong>Lucia Weiß</strong>, Free University of Berlin, Germany.

Weitere Details

Erschienen: 25.10.2021

Umfang: 328 S.

Sprache: Deutsch

ISBN/EAN: 9783110723434

Umbreit-Nr.: 2982548

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