Das Urheberrecht als Zensurrecht
Geistiges Eigentum und Wettbewerbsrecht
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Zusatztext
Mit dem deutschen Urheberrecht lässt sich die freie Rede unterdrücken. Seine Bereichsdogmatik erlaubt einen Einsatz des Urheberrechts als "Zensurrecht" zur Unterdrückung von Presseberichterstattung. Eine Grundrechtsabwägung soll es nur im Rahmen der vom Gesetzgeber geschaffenen Schrankentatbestände geben. Bei methodenkonformer Gesetzesauslegung stoßen die Schranken in Missbrauchsfällen jedoch an ihre materiellen Grenzen. Mag es für viele Urheberrechtler auch die Büchse der Pandora öffnen: In Missbrauchsfällen muss es eine Grundrechtsabwägung jenseits der Schranken geben. Nur ein Merkmal des urheberrechtlichen Unterlassungsanspruchs kann als positiv-rechtliches Notventil für diese Interessenabwägung geöffnet werden: die Widerrechtlichkeit. Die Arbeit wurde in der Kategorie "Urheber-und Medienrecht" mit dem GRUR Dissertationspreis 2022 ausgezeichnet.
Autorenportrait
Born 1990; Doctorate 2021 and habilitation 2025 at Goethe University, Frankfurt am Main; Privatdozentin there.
Weitere Details
Erschienen: 30.09.2022
Umfang: 255 S.
Sprache: Deutsch
Einband: KT
ISBN/EAN: 9783161616518
Umbreit-Nr.: 6118292
