Die theologische Rede vom 'Glaubenssinn der Gläubigen' (sensus fidei) in Geschichte und Gegenwart
Ein Beitrag zur kritischen Reflexion eines (Problem-)Begriffs im Gespräch mit der Praxeologie von Pierre Bourdieu
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Zusatztext
In aktuellen theologischen Debatten wird der Begriff Glaubenssinn der Gläubigen (sensus fidei) uneinheitlich, bisweilen disparat gebraucht. Die Studie fragt nach den Ursachen, indem sie den Gebrauch der Figur seit dem Zweiten Vatikanum begriffsgeschichtlich untersucht. Dabei werden offenbarungstheologisch-ekklesiologische Grundannahmen der Rezipierenden als ausschlaggebend für die semantische Überdeterminiertheit erwiesen, da sie die zur Konzeptualisierung des Glaubenssinns üblichen Leitmetaphern unterschiedlich aufladen. Daher entwickelt die Studie im Gespräch mit der Praxeologie des Soziologen Pierre Bourdieu und unter Rückgriff auf communial und pneumatisch orientierte Theologien eine neue Leitmetapher: Der Glaubenssinn wird als pneumatisch-praktischer Sinn in positionell-pluraler Ausformung beschrieben. Hieraus werden Konsequenzen für mit dem Begriff verknüpfte Themen, wie Traditions-, Konsens- und Wahrheitsverständnis, abgeleitet und in Bezug auf Synodalität operationalisiert.
Weitere Details
Erschienen: 28.04.2026
Umfang: 560 S., 3 farbige Illustr.
Sprache: Deutsch
Einband: KT
Format: 3.9 x 21 x 14.8 cm
ISBN/EAN: 9783384871091
Umbreit-Nr.: 1567994
