Nietzsches Musikästhetik der Affekte
Zusatztext
In der Geschichte der Philosophie gilt die Musik als Ausdruck von Affekten. Friedrich Nietzsche setzt sich mit diesem klassischen Topos aus einer metaphysischen, einer historisch-genealogischen und einer physiologischen Perspektive auseinander. Dabei gewinnt er ihm neue Dimensionen ab, indem er die Musik als eine Sprache zur Bewusstmachung des Unbewussten deutet und aus ihr ein Konzept affektiv gegründeter Vernunft entwickelt. Seine Deutung erfolgt unter dem Primat der praktischen Vernunft, da die Musik, indem sie die Affekte in Bewegung setzt, auf die Pluralität von Anschauungen und unbewussten praktischen Bedürfnissen aufmerksam macht.
Autorenportrait
Manos Perrakis promovierte 2009 in Philosophie an der Humboldt-Universität zu Berlin. Seine Forschungsschwerpunkte sind Nietzsche und die Philosophie der Musik.
Weitere Details
Erschienen: 16.07.2014
Umfang: 160 S., 1.17 MB
Sprache: Deutsch
ISBN/EAN: 9783495860151
Umbreit-Nr.: 4129445
