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Praktiken des Rechts in Boccaccios 'Decameron'

Cover von Praktiken des Rechts in Boccaccios 'Decameron'

Die novellistische Analyse juristischer Erkenntniswege

Doering, Pia Claudia (Dr.)

Erich Schmidt Verlag GmbH & Co. KG

88.00

(inklusive MwSt.)

Verfügbarkeit: Besorgungstitel, Festbezug

Zusatztext

Giovanni Boccaccio entwirft im Decameron ein vielfältiges Panorama städtischen Lebens im spätmittelalterlichen Italien. Die einhundert Novellen nehmen nicht nur Kaufleute und Handwerker, Priester und Ärzte in den Blick. Sie widmen sich auch den Juristen und deren wachsendem Einfluss in Gesellschaft, Religion und Politik. Boccaccio, der auf Wunsch seines Vaters sechs Jahre lang Jura studiert hat, erweist sich als scharfsichtiger Beobachter des gelehrten Rechts und der Rechtspraxis. Seine Novellen, die von Ehebruch, Diebstahl, Betrug und Mord handeln, reflektieren Methoden juristischer Wahrheits- und Urteilsfindung. Sie konstatieren einen tiefgreifenden Mentalitätswandel, der wegweisende rechtliche Neuerungen nach sich zieht, darunter die Zurückdrängung privater Rache, die Einführung des Inquisitionsprinzips und die Entstehung des öffentlichen Strafrechts. Pia Claudia Doering zeigt anhand einschlägiger Novellen, dass Boccaccio gerade diese Phänomene rechtlicher Innovation thematisiert. In der narrativen Ausgestaltung von Fallgeschichten wird das Recht auf sein Potential geprüft, Gerechtigkeit zu stiften.

Weitere Details

Erschienen: 23.07.2020

Umfang: 324 S.

Sprache: Deutsch

Einband: GEB

Format: 2.5 x 21 x 15 cm

ISBN/EAN: 9783503188529

Umbreit-Nr.: 7812673

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