In den Prozeß verwickelt
Erzähltextanalytische und textpragmatische Erwägungen zur Erzählung vom Prozeß Jesu vor Pilatus (Joh 18,28 - 19,16a.b), Europäische Hochschulschriften / European University Studies / Publications Universitaires Européennes 688
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Zusatztext
Das Johannesevangelium hat von jeher auf seine Ausleger sowohl eine große Faszination ausgeübt, als auch zu Aporien geführt. Die Arbeit versucht, diese zu überwinden, ausgehend von der hermeneutischen Einsicht, daß Verstehen nicht durch ein Zurückgehen hinter den Text, sondern in der Begegnung von Text und Leser möglich wird. Literaturwissenschaftliche Fragestellungen der Erzähltextanalyse und Einsichten des Philosophen Paul Ricur werden für die Auslegung fruchtbar gemacht. Die Erzählung vom Prozeß Jesu vor Pilatus - ein meisterhaft gestaltetes Drama um Macht und Schuld - inszeniert die bekannte Geschichte neu in johanneischer Sicht, wobei ein hintergründiger Rollentausch vollzogen wird: die Ankläger werden zu Angeklagten, der Angeklagte zum souveränen Richter. So gelingt es, durch Auseinandersetzungen mit den Juden in ihrem Glauben angefochtene Adressaten zu vergewissern und zu Zeugen Jesu werden zu lassen. Immer wieder neu führt die Erzählung zur Begegnung mit Jesus, fordert zur Entscheidung heraus, verwickelt in den Prozeß.
Weitere Details
Erschienen: 27.01.2000
Umfang: 464 S.
Sprache: Deutsch
Einband: KT
Format: 2.5 x 21 x 14.8 cm
ISBN/EAN: 9783631358702
Umbreit-Nr.: 7033727
