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Die Literaturkritik der Gruppe 47 und ihre Entwicklung

Cover von Die Literaturkritik der Gruppe 47 und ihre Entwicklung

eBook - Von der Konstitutionsperiode bis zur Aufstiegsperiode

Müller, Annina

GRIN VERLAG

12.99

(inklusive MwSt.)

Verfügbarkeit: Lieferbar

Zusatztext

Keine andere kulturelle Einrichtung prägte die Literatur nach Ende des Zweiten Weltkrieges in Deutschland so entscheidend mit wie ein spontaner Zusammenschluss junger, engagierter Autoren: die "Gruppe 47". Ihre Mitglieder waren erfüllt und getrieben von unbändiger Motivation und Liebe zur Sprache und Schrift und sahen ihre Aufgabe darin, in der zerstörten, trostlosen Heimat eine neue Form von Literatur zu schaffen. In einem wählerischen Rezensionsverfahren trennten sie zwischen "gut" und "schlecht" die Spreu vom Weizen. Somit besaß die "Gruppe 47" von Anfang die Funktion der Literaturkritik. In ihrer Ausübung beeinflusste sie die Neuentstehung und Entwicklung der Nachkriegsliteratur und gestaltete sie richtungsweisend mit. Die "Gruppe 47" verwendete auf ihren Sitzungen eine ganz besondere Form von Literaturkritik und bediente sich neuer, außergewöhnlicher Mitteln. Vom traditionellen Verfahren, den Text alleine zu lesen und schriftlich zu beurteilen, verabschiedeten sich ihre Mitglieder gänzlich. Statt dessen rezipierten sie als Kollektivum nur vorgelesene Werke und besprachen diese dann anschließend mit ihrer typischen Form, nämlich der "mündlichen Ad-hoc-Kritik". Von der Entstehung der Gruppe 1947 bis zu ihrem Zerfall 1967 war die Literaturkritik nie statisch, sondern einem stetigen Wandel unterzogen, der sowohl intern festzustellen war als auch von außen kam. So wirkten sich beispielsweise die Rahmenbedingungen in Deutschland auf die Entwicklung der Gruppe aus - das Land und auch die kulturellen Einrichtungen mussten schließlich neu aufgebaut werden, und nach der langen Unterdrückungsperiode mussten neue Maßstäbe für eine freie, unzensierte Literatur geschaffen werden.

Die Literaturkritik der "Gruppe 47" ist ein sehr weitläufiges Thema und bietet viele verschiedene Ansatzpunkte. In meiner Hausarbeit habe ich mich auf die wissenschaftliche Untersuchung ihrer Literaturkritik in den ersten zehn Jahren festgelegt. In den folgenden Seiten versuche ich, die interne Kritik auf den Sitzungen und ihre Entwicklung zu beleuchten und zu analysieren. Im zweiten Teil habe ich mich dann auf die Publikationen der Mitglieder in den Printmedien konzentriert und habe als praktisches Beispiel zwei Rezensionen von Marcel Reich-Ranicki untersucht. Ich hoffe, mir ist es in meiner Arbeit gelungen, die besondere Form der Literaturkritik der "Gruppe 47" für den Leser deutlich und verständlich gemacht zu haben.

Weitere Details

Erschienen: 27.10.2005

Umfang: 24 S., 0.49 MB

Sprache: Deutsch

ISBN/EAN: 9783638432740

Umbreit-Nr.: 6731193

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