Geist und Buchstabe
Ein neuer Versuch über Friedrich Schlegels Konzept der Universalpoesie
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Zusatztext
Das vorliegende Buch ist ein neuer, komparatistisch angelegter Versuch über Friedrich Schlegels Konzept der Universalpoesie. Dieser Kernbegriff der Früh-Romantik wird mittels der von Schlegel der Bibel entliehenen Paulinischen Dichotomie von Geist und Buchstaben erörtert. Mit seiner romantischen Poetik polemisiert Schlegel vor allem gegen das, was er die europäische Geisteskrankheit nennt. Gemeint ist die Buchstabenkunst, die entweder durch leeres Formspiel, wie dies bei der französischen Neoklassik der Fall ist, oder, wie bei den Engländern, durch die Verfolgung rein materieller Zwecke gekennzeichnet sei. In beiden Fällen fehle es, so Schlegel, an dem echt Geistigen, d. h. an etwas Apriorischem, das der reinen Empirie gegenüberstehen soll. Die vorliegende Arbeit integriert in ihrem Herangehen eine historische und eine hermeneutische Position. Der Akzent liegt auf dem zunächst zu erledigenden rekonstruktiven Schritt. Sodann werden Möglichkeiten diskutiert, Schlegels Position als Schritte hin zu einem existenzialphilosophischen Verständnis von Sprache und Kunst zu lesen, so, wie es dann bei Nietzsche, Heidegger und Gadamer entfaltet wird.
Autorenportrait
Yiyun Lu hat an der Freien Universität Berlin promoviert. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen in deutscher Philologie und vergleichender Literaturwissenschaft. Derzeit forscht sie als Postdoc an der Peking Universität und leitet ein Projekt zur Mythenrezeption an der Berlin University Alliance.
Weitere Details
Erschienen: 25.06.2024
Umfang: xxiv, 227 S., 1 s/w Illustr., 227 S. 1 Abb.
Sprache: Deutsch
Einband: KT
ISBN/EAN: 9783662690857
Umbreit-Nr.: 3199048
