Verlustnarben
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Zusatztext
Zeitwissen als Bewusstsein unseres Jetzt ist wertvoll und kann vor Wimmelbildern schützen, die unsere Sprache zerstückeln. Schlechte Redegewohnheiten haben sich verlümmelt zusammengejahrt. Das Verständnis für deutlichen Ausdruck ist verloren. Niemand mehr spricht aus, was Not tut. Seelenfütterer gibt es genug, leise und schreiende. Freudewind für bessere Wörter ist abgekühlt, einsames Denken eingeschrumpft. Schweigen aber ist das Gefährlichste. Fluchttrieb? Der ist geblieben. Ich kann nicht mehr schreien und fliehen. Ich bleibe und schreibe, schreibe gedichtet, weil längere Texte heute gehasste Zeitfresser sind, wird gemeint. Am liebsten möchte der lesende, denkende Mensch von heute mit einem Wort alles erklärt haben. Aber dazu fehlt ihm der Glaube an den Einen.
Autorenportrait
Antoine Twerenbold, 1947 geboren, absolvierte seine Ausbildungen mit Abschlüssen in Kunst, Journalismus und Public Relations in Bern, Zürich und Biel. Studienaufenthalte in Frankreich, Spanien und England; jahrzehntelange Berufserfahrungen auf Führungsebenen. Seit 1995 arbeitet er als freier Künstler mit der von ihm selbst erfundenen Plastischen Mentalsprache in Bern (CH) und, nach 20 Jahren in Lemuy (F), neu in Gernsbach (D). Seine Werke zeigte er in Kanada, fast ganz Europa, in Asien sowie im Nahen Osten. Er ist Träger internationaler Auszeichnungen. Seit 1965 schrieb und veröffentlichte Antoine Twerenbold weit über 1200 Gedichte.
Weitere Details
Erschienen: 04.05.2022
Umfang: 88 S.
Sprache: Deutsch
Einband: GEB
Format: 1 x 19 x 12.5 cm
ISBN/EAN: 9783754975541
Umbreit-Nr.: 5670195
