Zum Hauptinhalt springen
Umbreit Logo

Der Islam und das Konstrukt der Rassen Eine Rede von Christiaan Snouck Hurgronje

Cover von Der Islam und das Konstrukt der Rassen Eine Rede von Christiaan Snouck Hurgronje

Rampoldi, Milena/Hurgronje, Christiaan Snouck

Epubli

12.00

(inklusive MwSt.)

Verfügbarkeit: Titel wird für Sie produziert. Vorgemerkt

Zusatztext

Hurgronje zeigt uns auf, wie das System Islam, das die Rassenunterschiede als Ergebnis der Schöpfung Allahs aufzeigt, ohne sie weiterhin zu erklären und, wie er betont, ohne weiter auf den Ursprung solcher Rassenunterschiede einzugehen, in seiner Geschichte auch nicht von Konflikten fernblieb, weil der Konflikt zum Mensch-Sein gehört. Trotz oder gerade auf der Grundlage der koranischen Idee der Einheit aller Menschen und der Gleichheit aller Menschen finden sich in der muslimischen Geschichte immer wieder Konflikte zwischen verschiedenen Ethnien und Völkern. Trotz des Verses über die multikulturelle und multiethnische Grundbestimmung des Menschen, trotz des Gebots der Brüderlichkeit und des Grundsatzes, nach dem ein Araber nicht besser als ein Nicht-Araber ist außer in seiner Gottesfurcht sieht Hurgronje in der muslimischen Geschichte eine gewisse Assimilierung der Konvertiten durch ihre Arabisierung und Anpassung. Das Arabische hatte sich zur Welt- und Kultursprache einer ganzen Zivilisation entwickelt. Aber diese Sprache war auch die Sprache eines Volkes, der Araber. Somit passten sich die neuen Konvertiten an diese arabische Sprache und somit auch an die kulturellen Sitten der Araber an, die kulturelle Vielfalt vereinte, aber teilweise auch assimilierte. Dagegen lehnten sich die Vertreter der sogenannten Shuubiyya-Bewegung auf, die Hurgronje paradoxerweise als Rassisten im etymologischen Sinne bezeichnet, weil sie mit dem Begriff der Rasse argumentieren und sich gegen eine vermeintliche islamisch geprägte Überlegenheit der Araber auflehnen, die es aber weder im Koran noch in der islamischen Lehre gibt. Paradox ist das Ganze auch, weil sich die Bewegung der Shuubiyya gerade in Anlehnung an den Vers 49:13 so nennt, aus dem sie den Begriff Shuub (der für Völker) steht, entnimmt und somit in einem ethnischen Sinne argumentiert.

Autorenportrait

Dr. Phil. Milena Rampoldi, 1973 in Bozen geboren, studierte in Italien Theologie, Pädagogik, Philosophie und Orientalistik, um dann in Wien zum Thema der arabophonen Korandidaktik im deutschen Sprachraum zu promovieren. Sie arbeitete als Fremdsprachlehrerin . 2014 gründete sich den Verein ProMosaik e.V. für die interkulturelle Kommunikation (www.promosaik.com). Die Themen ihrer Bücher beziehen sich im Beson-deren auf die islamische Religion, Kultur und Geschichte und auf den islamischen Feminismus und die Menschenrechte. Sie verfolgt mit ihren Texten das Ziel des Dialogs zwischen den Religionen und ist der Überzeugung, dass man durch die Annäherung an die Geschichte auch die Gegenwart besser verstehen kann, um eine Zukunft im Sinne der Gerechtigkeit und des Friedens aufbauen zu können.

Weitere Details

Erschienen: 11.07.2022

Umfang: 92 S.

Sprache: Deutsch

Einband: KT

Format: 0.6 x 21 x 14.8 cm

Lesealter: Lesealter: 18-99 J.

ISBN/EAN: 9783756513062

Umbreit-Nr.: 6290330

Der Umbreit-Newsletter

Jetzt anmelden und immer über Angebote, Neuigkeiten und Aktionen informiert bleiben.