Die Experimentalkultur in einer Seifenblase
Das epistemische Potenzial in Chardins Malerei
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Zusatztext
Wie kann Malerei Wissen vermitteln oder gar generieren? Diese Frage untersucht Anita Hosseini in ihrer Studie zum 18. Jahrhundert ausgehend von Jean-Siméon Chardins Gemälde 'Die Seifenblasen'. Durch die Zusammenführung von Experimentalkultur, Bildgenese und Bildrezeption zeigt Hosseini, wie aus der Seifenblase als Symbol der Vanitas zugleich auch ein Sinnbild der Veritas wird. Nicht nur durch das Sujet, sondern auch durch die Darstellungstechnik veranschaulichen Chardins Bildwelten die Diskurse ihrer Entstehungszeit. Die Malerei gibt Aufschluss über das Licht Newtons und die damaligen Wahrnehmungstheorien. Mit 'Augen wie Prismen' (Renou) zergliedert Chardin die sichtbare Welt in Luft und Licht, die er zur Darstellung bringt. Aus der malerischen Ästhetik geht eine Wahrnehmungsästhetik hervor, die diese Malerei in der Rezeption selbst zu einem Feld des Experiments macht.
Autorenportrait
Anita Hosseini war bis 2016 Wissenschaftliche Mitarbeiterin des Forschungsprojekts Die kommunikative Konstruktion des sozialen Imaginären in Kunst und Alltag der Gesellschaft - untersucht am Beispiel des Konzepts 'Nachhaltigkeit' an der Leuphana Universität Lüneburg. Seitdem ist sie als freie Research Assistentin von Prof. Dr. Beatrice von Bismarck tätig.
Weitere Details
Erschienen: 10.03.2017
Umfang: 357 S., 32 s/w Fotos, 17 Farbfotos, 49 Illustr.
Sprache: Deutsch
Einband: KT
Format: 2.5 x 23.5 x 15.8 cm
ISBN/EAN: 9783770560820
Umbreit-Nr.: 9414057
