Das literarische Triptychon
Poetik einer transmedialen Form von der Moderne bis in die Gegenwart
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Zusatztext
Seit der Moderne entdeckt die europäische Literatur das Triptychon als eigenständige literarische Form, deren Poetik das vorliegende Buch erstmals skizziert. Während das dreiteilige Format in der bildenden Kunst bereits im Mittelalter bekannt ist, wird es seit dem 19. Jahrhundert in einer transmedialen Bewegung aus seinem ursprünglich religiösen Kontext gelöst und säkular umgedeutet. In ausführlichen Analysen dramatischer und Prosatexte von Max Frisch, Tankred Dorst, Heiner Müller, W. G. Sebald, Esther Kinsky und Claude Simon werden die dezidiert literarischen Potenziale und Funktionen dieser Form herausgearbeitet. So werden herkömmliche Dramen- und Erzählmuster über die triptychiale Anordnung herausgefordert und neu imaginiert. Ein besonderer Fokus der Studie liegt auf den zahlreichen Bezügen zwischen visueller Kultur und Literatur sowie auf der spezifischen Materialität der Texte, denen sich nicht zuletzt über Bildmaterial, Manuskripte und graphische Vorarbeiten zugewandt wird.
Autorenportrait
Sophie König ist Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Fachgebiet Neuere Deutsche Literatur an der Freien Universität Berlin. Nach dem Studium der Germanistik, Europäischen Literaturen und Politikwissenschaft in Berlin und Oxford sowie einem Aufenthalt am Deutschen Forum für Kunstgeschichte Paris wurde sie an der Universität Hamburg mit einer Arbeit zum Triptychon als literarische Form promoviert.
Weitere Details
Erschienen: 02.12.2022
Umfang: XXXIV, 353 S., 16 s/w Illustr., 11 farbige Illustr
Sprache: Deutsch
Einband: GEB
Format: 3.5 x 24.5 x 16.5 cm
ISBN/EAN: 9783770566969
Umbreit-Nr.: 5419148
