Mimik in Wagners Musikdramen
Die Selbstentäußerung als Bedingung und Ziel?
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Zusatztext
Den Terminus der Aufführungspraxis verbindet man in der Regel zunächst mit Aspekten der musikalischen Interpretation. Seltener wird der Aspekt der darstellerischen Gestaltungsmittel, konkreter noch der Gestik und Mimik, bedacht. Gerade aber bei Werken, bei denen es einer szenischen Darstellung bedarf, sollte dies berücksichtigt werden. Im Falle der Musikdramen Richard Wagners wird die immense Wichtigkeit des Szenischen für das Zusammenwirken der Künste besonders deutlich. In einer Mitteilung zunächst an alle Dirigenten fordert Wagner mit Nachdruck, sein Werk nur unter der Bedingung allseitigen Interesses exakt nach seinen Angaben zur Aufführung zu bringen oder es andernfalls gänzlich aufzugeben. Das Buch von Christina Lena Monschau arbeitet von der Idee, über Werk und Umsetzung bis hin zur Rezeption die Bedeutung und Wirksamkeit des Mimischen in Wagners Werken auf. Sie skizziert mit Fokus auf den Ring des Nibelungen, wie sich der Versuch durch die Wechselwirkung der Schwesterkünste - Tanzkunst, Musik und Dichtung - die Selbstentäußerung unter Mitwirkenden und Zuschauern zu erreichen äußerte.
Autorenportrait
Christina Lena Monschau (*1991) studierte zunächst Kunst, wechselte dann aus stärkerem Interesse an Korrelationen zwischen unterschiedlichen Künsten zur Kunstgeschichte und Musikwissenschaft. Ihr Forschungsschwerpunkt umfasst interdisziplinäre Fragestellungen und die Musik des 19. Jahrhunderts.
Weitere Details
Erschienen: 15.07.2020
Umfang: 322 S.
Sprache: Deutsch
Einband: KT
ISBN/EAN: 9783826070006
Umbreit-Nr.: 8920976
