Und die Spiegel fangen an zu tauen
Gedichte
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Zusatztext
Und während ich mit vertrockneter Stimme, das Rascheln der Blätter im Mund, nur wieder dem Wind mein Leben erzähle, ändert sich nichts, nichts führt hinaus aus den Fragen. In seinem ersten Gedichtband nimmt Tobias Jennewein die Künstlerfigur in den Blick: Doch nicht die Idee der Kreativität steht hier im Zentrum, sondern Erfahrungen der Müdigkeit, des Wartens, Grübelns, Scheiterns und der Leere. Das Kreisen um ein Nichts ist dabei zugleich Anfang und Ende der lyrischen Produktion: Worte und Bilder wiederholen sich, wenn auch in unterschiedlichen metaphorischen Konstellationen. Trotzdem wagen die Texte stets aufs Neue den Ausbruch in die Naturbetrachtung, die Musik, die Religion und den Humor. Der Gedichtband wartet daher nicht nur mit Experimenten an der Schnittstelle von Autobiographie und Fiktion auf. Er arbeitet sich auch an historischen Formvorbildern ab und lässt sogar das totgeglaubte Sonett wieder zu seinem Recht kommen. Bei aller Melancholie - eines wollen Jenneweins Gedichte ganz sicher: überraschen und bewegen.
Autorenportrait
Tobias Jennewein wurde 1991 in Würzburg geboren. Er studierte Literaturwissenschaften und Germanistik in Frankfurt am Main und Würzburg. Derzeit promoviert er an der Graduiertenschule für die Geisteswissenschaften in Würzburg und lehrt als Dozent an der Goethe- Universität in Frankfurt am Main.
Weitere Details
Erschienen: 01.06.2023
Umfang: 110 S.
Sprache: Deutsch
Einband: KT
Format: 0.9 x 23.5 x 15.4 cm
ISBN/EAN: 9783826078149
Umbreit-Nr.: 8826114
