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Das Volk denken

Cover von Das Volk denken

Eine europäische Geistestradition von der Antike bis zur Gegenwart

Horschitz, Michael

Königshausen & Neumann

48.00

(inklusive MwSt.)

Verfügbarkeit: Besorgungstitel, Festbezug

Zusatztext

Im Laufe der Geistesgeschichte haben Denker und Dichter unterschiedliche Antworten darauf gegeben, was das Volk sei. Verbreitet ist heute der Ansatz des Soziologen Emerich Francis, der strikt zwischen demos und ethnos, zwischen Bürgervolk und ethnischer Gruppe unterschieden hat. Verfolgt man aber die Volkstheorie zu ihren frühesten Anfängen, so findet man bereits bei Hesiod einen weiteren Volksbegriff: das einfache Volk oder Landvolk (engl. folk). In diesen drei Gestalten erscheint das Volk über die Jahrhunderte hinweg in Theorien, die in ihrer Ausrichtung und ihren Absichten nicht unterschiedlicher sein könnten. So haben in der Antike Cato, Varro und Vergil die Ideen Hesiods variiert. In der Neuzeit hat Herder den Faden wieder aufgenommen, es folgten Fichte und Müller. Spätestens Riehl musste sich mit der hereinbrechenden Moderne auseinandersetzen, die für die Volkstheorie eine Herausforderung darstellte. Nach der NS-Zeit und dem Irrweg der Völkischen beschritten Volkstheoretiker ganz unterschiedliche Pfade: Hans Freyer wandte sich vom Volksbegriff ab, Emerich Francis fundierte ihn empirisch, Harald Holz reflektierte angesichts des Holocausts die verwundete deutsche Identität, Henning Eichberg wandte sich gegen Ende seiner wechselhaften Schaffenszeit der Demokratietheorie und dem folk zu. Das Volk denken füllt die auffällige Lücke, die in der Fachliteratur insbesondere zu Volkstheorien aus der Zeit nach 1945 klafft.

Weitere Details

Erschienen: 16.10.2025

Umfang: 432 S.

Sprache: Deutsch

Einband: KT

Format: 3 x 23.6 x 15.5 cm

ISBN/EAN: 9783826094606

Umbreit-Nr.: 7579447

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