Frieden am Zaun?
Israels Sicherheitskultur und die Abgrenzung zum Westjordanland, Bonner Studien zum globalen Wandel 12
€24.90
(inklusive MwSt.)
Verfügbarkeit: Besorgungstitel, Festbezug
Zusatztext
Seit seiner Grndung 1948 ringt der moderne Staat Israel im Nahen Osten um seine Existenz. Der Wunsch nach sicheren Grenzen in einem arabisch-muslimisch bestimmten Umfeld dominiert nach dem Holocaust in Europa, nach drei regionalen Kriegen und ungezhlten Terroranschlgen in der ber 60-jhrigen Staatsgeschichte die politisch-gesellschaftliche Kultur. Mit dem Bau des Trennungszauns hat die israelische Fhrung unter Ariel Sharon einseitig damit begonnen, ein Grenzregime gegenber den von Palstinensern bewohnten Gebieten des Westjordanlandes zu errichten. Die Kritik an seinem vlkerrechtlich illegalen Verlauf hat das soziologisch-kulturelle Moment der Abgrenzung bislang leider weithin berdeckt. Simon Falke ergrndet in diesem Buch anschaulich die Meinungsbildung im Wechselspiel von Israels politischer Elite und der Gesamtgesellschaft, die zu einer berwltigen Zustimmung fr die Abschottung gefhrt hat. Sachkundig und prgnant schlgt er einen historischen Bogen von den Anfngen der zionistischen Bewegung ber die Staatsgrndung und die Konflikte mit den Nachbarstaaten bis in jngste Zeit. Dabei sucht der Autor nach den Ursprngen des Sicherheitsstrebens, beschreibt seine konkreten Ausformungen und kommt zu einem berraschenden Fazit: Wenn das kollektive Sicherheitsbedrfnis Israels befriedigt ist, knnte eben dieses Grenzregime neue Perspektiven fr einen dauerhaften Frieden erffnen. Die physische Abgrenzung gegenber den Palstinensern muss nicht zwangslufig den Friedensprozess im Nahen Osten blockieren.
Weitere Details
Erschienen: 07.07.2011
Umfang: 109 S.
Sprache: Deutsch
Einband: KT
ISBN/EAN: 9783828827332
Umbreit-Nr.: 8394691
