'Heimweh nach der See'
Die Bedeutung des Meeres beim frühen Thomas Mann und bei Eduard von Keyserling
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Zusatztext
In der Erzhlliteratur um 1900 tummeln sich an den Gestaden der See kecke Tchter, mutige Freiheitskmpfer, philosophierende Senatoren, lebensferne Knaben, verirrte Brger, heimgesuchte Reisende, einsame Paare, enttuschte Adlige und schillernde Geheimrte zumindest, wenn die Schriftsteller Thomas Mann und Eduard von Keyserling heien. Was eint die Stranderfahrungen all dieser Figuren? Wieso erweist sich der Badeurlaub fr manche nicht nur als schn, sondern auch als gefhrlich? Wohin fhrt der Ausflug an die unbegrenzte Wasserwste in Wirklichkeit? Kristy Husz untersucht am Beispiel vier ausgewhlter Werke Manns und Keyserlings, welche Bedeutung das Meer in der Dichtung der Jahrhundertwende annimmt. Scheinbar wird der blaue Naturraum in Buddenbrooks, Tonio Krger, Der Tod in Venedig und Wellen zunchst von beiden Autoren mit unterschiedlichen Bedeutungen aufgeladen, werden das Meer und der Begriff des Meeres vielfltig gebraucht und zunutze gemacht. Doch im Verlauf der Analyse treten Muster zutage, die Perspektiven, Bilder und Symbole beginnen, sich zu berhren und zu berschneiden. Die Fluten des Meeres erweisen sich, im Einklang mit dem zeitgeschichtlichen Hintergrund, als Botschafter des Unbewussten, der Sehnsucht, der Erlsung und der Wesenseinheit von Leben und Tod.
Weitere Details
Erschienen: 24.02.2012
Umfang: 99 S.
Sprache: Deutsch
Einband: KT
Format: 0.7 x 21 x 14.9 cm
ISBN/EAN: 9783828829039
Umbreit-Nr.: 3205731
