Erinnerungen eines Nonkonformisten
€22.90
(inklusive MwSt.)
Verfügbarkeit: Besorgungstitel, Festbezug
Zusatztext
Der Doyen der österreichischen Verfassungsgerichtsbarkeit Ludwig Adamovich zieht erstmals Resümee über ein Leben, das ihn als Zeuge und Mitgestalter tiefgreifender historischer Entwicklungen vor außerordentliche Herausforderungen stellte: Als Sohn eines von den Nationalsozialisten verfolgten Vaters 1938 eingeschult, beobachtete er Entwicklung und Zusammenbruch des NS-Regimes bewusst und kritisch, eine Erfahrung, die seine spätere nonkonformistische Haltung entscheidend geprägt haben mag. Während der Sanktionen der 14 EU-Staaten verteidigte er seine Heimat vor dem Europarat-Ausschuss des französischen Senates. Dies bewahrte ihn eineinhalb Jahre später nicht vor heftigen Auseinandersetzungen mit Jörg Haider über die Ortstafeljudikatur. Und schließlich widerfuhren ihm gerade in jüngster Vergangenheit als Vorsitzendem der Evaluierungskommission in der Kriminalsache Natascha Kampusch dramatische Erlebnisse, auch mit der Strafgerichtsbarkeit. So sind seine Erinnerungen nicht nur ein unschätzbares Zeitzeugnis österreichischer und europäischer Geschichte, sondern auch eine Auseinandersetzung mit der Frage von Macht und Machtmissbrauch und ein Plädoyer für neue Standards in unserer Rechtskultur.
Autorenportrait
Univ.-Prof. Dr. Ludwig Adamovich, geb. 1932 in Innsbruck. 25 Jahre im Verfassungsdienst des Bundeskanzleramtes, 19 Jahre Präsident des Verfassungsgerichtshofes, 3 Jahre Professor an der Universität Graz. 3 Ehrendoktorate. Derzeit ehrenamtlicher Berater von Bundespräsident Dr. Heinz Fischer für verfassungsrechtliche Angelegenheiten. Als Vorsitzender der Evaluierungskommisson in der Kriminalsache Natascha Kampusch hatte er Gelegenheit, die Welt des Rechts von einer ganz neuartigen Seite kennenzulernen.
Weitere Details
Erschienen: 25.11.2011
Umfang: 207 S., 16 s/w Fotos
Sprache: Deutsch
Einband: GEB
Format: 2 x 22 x 14.3 cm
ISBN/EAN: 9783902406873
Umbreit-Nr.: 6225013
