Totengedächtnis in den Kreisen um Stefan George
Formen und Funktionen eines ästhetischen Rituals, Klassische Moderne 28
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Zusatztext
Der George-Kreis fasziniert die literaturwissenschaftliche und soziologische Forschung bis heute. Die bislang nur getrennt untersuchte ästhetische und soziale Praxis der Gruppen um den Dichter Stefan George betrachtet dieses Buch erstmals konsequent zusammen. Als Untersuchungsgegenstand dient dabei das kollektive Totengedächtnis für Mitglieder der Gemeinschaft, das als Ritual der Erinnerung künstlerische Formen und soziale Funktionen paradigmatisch verbindet. Die untersuchten Todesfälle sind diachron über das gesamte Bestehen des Kreises von 1892 bis 1933 verteilt und erstrecken sich darüber hinaus auf die epigonale Verehrung Georges und Claus von Stauffenbergs. Anhand von zwölf Fallstudien werden über 60 teilweise unveröffentlichte Einzelgedichte sowie außertextuelle Medien wie Photographie, Plastik und Buchgestaltung herangezogen. Es zeigt sich, dass das oftmals stark inszenierte und stilisierte Totengedächtnis wesentlich die innere Kohäsion und Transformation des George-Kreises mitbestimmt sowie sein Verhältnis zur äußeren Gesellschaft widerspiegelt.
Weitere Details
Erschienen: 02.11.2015
Umfang: 418 S.
Sprache: Deutsch
Einband: GEB
Format: 3.4 x 24.6 x 17.7 cm
ISBN/EAN: 9783956501227
Umbreit-Nr.: 8773762
