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Neue Lieder

Cover von Neue Lieder

eBook

Branstner, Gerhard

EDITION DIGITAL

3.99

(inklusive MwSt.)

Verfügbarkeit: Lieferbar

Zusatztext

Gleich zu Beginn seines Liederbuches legt sich Branstner mit Johann Gottfried Herder an, der meinte, dass Volkslieder nicht von einem Autor geschaffen werden können, sondern nur im Volke entstehen. Genau das hätten Becher/Eisler mit dem Misserfolg ihrer Volkslieder bestätigt. Die Lieder in diesem Buch hingegen widerlegen Herder, so der Autor denn sie würden seit Jahren auf den verschiedenen Bühnen mit Erfolg gesungen. Marianne Wünscher beispielsweise erhielt an der Volksbühne für Des Jägers Wunderhorn 56 Sekunden Szenenapplaus.Grund genug nach dem Unterschied zwischen beiden Produktionen zu fragen. Branstners Antwort:Becher war zu politisch und Eisler zu akademisch. Beides ist Gift für das Volkslied. Das Volkslied verlangt heitere Sentimentalität, einen gemäßen musikalischen Einfall, der das ganze Lied trägt und zum Mitsingen einlädt. Und schließlich gibt das Volkslied dem Sänger Luft, was es unnötig macht, professionell Atemtechnik zu erlernen.Nach diesen theoretischen Überlegungen folgen Diverse Lieder als Einladung zum Mitsingen wie zum Beispiel dieses:Sie hieß BelladonnaDie kleine Stadt wird stillesie schläft auf ihre Weisewir gehn den schmalen Wegund nur der Sand knirscht leiseWir gehn den schmalen WegIm Strauch regt sich ein Windund fächelt leicht die Zweigees leuchtet ihr Gesichtals obs ein Lächeln zeigeEs leuchtet ihr GesichtWir sind an ihrer Türeund stehen Hand in Handdie Tür ist nicht verschlossenund doch sie hält mir standDie Tür ist nicht verschlossenDas Mädchen hebt die Schulternes hat sich was gedachtich habe den Mut verlorenund sage Gute NachtIch hab den Mut verlorenSie hieß wohl Belladonnaein Wort wie ein Gedichtund was ich nie vergessedas Leuchten im GesichtUnd was ich nie vergesseDes Jägers WunderhornEin Jäger hat ein Horn, gib acht!Das bläst er nur bei Nacht tirilü,das bläst er nur tirilütütü, das bläst er nurbei Nacht.Und er versteht sich auf das Hornvon hinten und von vorn tirilü.Von hinten und tirilütütü, von hinten undvon vorn.Und als sich ihm ein Mägdlein naht,was glaubt ihr, was er tat tirilü,was glaubt ihr, was tirilütütü, was glaubt ihr, waser tat?Er zeigte ihr das Instrumentund fragt, wie sie es fänd tirilü,und fragt, wie sie tirilütütü, und fragt, wie siees fänd.Das Mägdlein nahms in Augenscheinund in die Hände zwein tirilü,und in die Händtirilütütü, und in die Händezwein. usw.

Autorenportrait

Geboren am 25.Mai 1927 in Blankenhain/Thüringen, Volksschule, drei Jahre Verwaltungslehre.1945 Soldat im 2. Weltkrieg, bis 1947 in amerikanischer, französischer und belgischer Kriegsgefangenschaft.1949 1951 Abitur an der ABF Jena, 1951 bis 1956 Studium der Philosophie an der Humboldt-Universität Berlin, 1963 Promotion (Dr. Phil.).1956 - 1962 Dozent an der Humboldt-Universität, 1962 1964 Lektor, 1966 - 1968 Cheflektor Eulenspiegelverlag/ Das Neue Berlin.Ab 1968 freiberuflicher Schriftsteller.2008 in Berlin verstorben.

Weitere Details

Erschienen: 03.10.2022

Umfang: 59 S., 0.57 MB

Sprache: Deutsch

ISBN/EAN: 9783965217799

Umbreit-Nr.: 7389122

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