Welche Hoffnung für welche Philosophie
Ngono Atangana, Généviève/MFOUAKOUET, Léopold/Atsoka Ndongo, Willy Edg
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Zusatztext
Wenn die Erhebung der Hoffnung in den Rang einer explizit philosophischen Frage die Form einer Befragung hat ("Was ist mir erlaubt zu hoffen?" (Kant)), so ist sie vor allem eine an wen gerichtete Forderung: an wen? An denjenigen, den Bloch als "utopisches Tier" bezeichnet, der aber von Marcel elegant als "homo viator" bezeichnet wird. Handelt es sich dabei um die Wanderung einer Menschheit, die dem Bau eines Hauses gleicht, das nur die letzte Generation bewohnen darf - eine Annahme, die in der von der Aufklärung geerbten Perspektive des Fortschritts fest verankert ist? Selbst Kant hielt diese Vorstellung bereits für unvorstellbar. Die verzweifelten Katastrophen des 20. und 21. Jahrhunderts erfordern zu ihrer Verständlichkeit eine Dialektik der Zukunft und der Vergangenheit, des Gedächtnisses der Zukunft (Marcel), das die verletzten Erinnerungen der Vergangenheit berücksichtigt (Benjamin). Es wird also eine "docta spes africana" (Bidima) vorgeschlagen, die in diesem Buch schnell auf die Probe gestellt wird. Glaubwürdig und vernünftig bleibt nur eine Hoffnung, die zunächst auf das Unerwartete hofft, das allein dem Ereignis und damit einer Schenkung unterliegt. Dies zu denken ist die Voraussetzung für eine philosophische Praxis, deren Versprechen die Offenheit für die Zukunft ist.
Weitere Details
Erschienen: 12.03.2026
Umfang: 92 S.
Sprache: Deutsch
Einband: KT
Format: 0.6 x 22 x 15 cm
ISBN/EAN: 9786209757365
Umbreit-Nr.: 709118
