Neurophysiologische Indizes der kognitiven Kontrolle bei gesundem Altern
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Zusatztext
Diese Studie untersucht den kombinierten Einfluss von Alter und kognitiver Kontrolle auf drei elektrophysiologische ereignisbezogene Potenziale (ERPs). Zu diesem Zweck verwendeten wir eine computergestützte Version des klassischen Wisconsin Card Sorting Task-Tests, der für die Messung von ERP angepasst wurde. Es wurde festgestellt, dass eine sehr frühe cue-locked P50-Aktivität (40-70 ms nach Cue-Beginn) durch das Alter und den allgemeinen kognitiven Status in Reaktion auf die bloße sensorische Wahrscheinlichkeit des Auftretens verschiedener Reize und unabhängig von den Aufgabenbedingungen moduliert wurde. Im Gegensatz dazu blieb einer der ersten Rechenvorgänge des Arbeitsgedächtnisses (nämlich die Kontextaktualisierung), der vermutlich durch die cue-locked P300-Aktivität (320-430 ms) indiziert wird, sowohl bei älteren als auch bei Erwachsenen mit geringer Kontrolle erhalten. Umgekehrt zeigten Erwachsene mit geringer Kontrolle vergleichsweise größere cue-gebundene fronto-zentrale langsame Negativitäten (500-700 ms), was auf eine ineffiziente Online-Aufrechterhaltung der Aufgabeninformationen und der Stimulus-Reaktions-Zuordnung im Zeitverlauf hindeutet. Die drei verschiedenen neurophysiologischen Indizes der Aufgabenumschaltung werden daher als drei Rechenvorgänge diskutiert, von denen jeder unterschiedliche Aspekte der von den Reizen in verschiedenen Aufgabenbedingungen übertragenen Informationen verarbeitet.
Weitere Details
Erschienen: 16.03.2026
Umfang: 60 S.
Sprache: Deutsch
Einband: KT
Format: 0.4 x 22 x 15 cm
ISBN/EAN: 9786209780479
Umbreit-Nr.: 779909
