Multikulturalismus und soziale Instabilitäten: Ursachen und Herausforderungen
Eine vergleichende Studie zwischen den Vereinigten Staaten von Amerika und dem Norden Nigers
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Zusatztext
Unsere Gesellschaften nehmen Unterschiede auf und reproduzieren sie, aber sie erfinden sie auch selbst, unter anderem unter dem Deckmantel der Tradition. Jeder von uns ist in seinem engsten Bekanntenkreis mit dem Aufkommen neuer Identitäten konfrontiert, ja sogar mit Konversionen; wir beobachten die Entwicklung kultureller Bewegungen. Wir stellen zudem fest, dass unsere eigenen Erfahrungen mit einem kulturellen Identitätsgefühl, selbst die scheinbar stabilsten, nicht zwangsläufig endgültig sind, dass persönliche Veränderungen immer möglich sind und dazu führen können, dass wir eine Identität schlicht und einfach aufgeben, um gegebenenfalls eine neue anzunehmen. In der aktuellen Debatte über Integration nimmt der Multikulturalismus einen zentralen Platz ein. Die zunehmende Sichtbarkeit der multikulturellen Frage hängt mit dem Zusammentreffen mehrerer Phänomene zusammen. Zuallererst die Wiederentdeckung der kulturellen und identitären Vielfalt in einer Welt, in der diese für verschiedene Gruppen unterschiedlicher Herkunft und Lebensweise, die gezwungen sind, eine Form des Zusammenlebens zu finden, immer mehr an Bedeutung gewinnt. Darüber hinaus rückt die Erneuerung der sozialen Frage, die logische Folge der postindustriellen Ära, die Kultur in den Mittelpunkt der gesellschaftlichen Forderungen, deren politische Auswirkungen offensichtlich sind.
Weitere Details
Erschienen: 27.04.2026
Umfang: 216 S.
Sprache: Deutsch
Einband: KT
Format: 1.3 x 22 x 15 cm
ISBN/EAN: 9786209945212
Umbreit-Nr.: 1568573
