Die Krisis des europäischen Menschentums und die Philosophie
Phänomenologie, Lebenswelt und die Erneuerung europäischer Vernunft
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Zusatztext
In "Die Krisis des europäischen Menschentums und die Philosophie" entfaltet Edmund Husserl eine eindringliche Diagnose der geistigen Lage Europas. Ausgehend von der Frage nach Ursprung und Sinn der europäischen Rationalität deutet er die Moderne als Krise einer Wissenschaft, die ihre lebensweltlichen Grundlagen vergessen hat. Der Text verbindet phänomenologische Strenge mit kulturphilosophischer Weite und steht im unmittelbaren Kontext von Husserls Spätwerk, insbesondere der "Krisis"-Problematik. Husserl, Begründer der Phänomenologie, schrieb diesen Vortrag in einer Zeit politischer Verfinsterung und persönlicher Bedrängnis. Als jüdischer Gelehrter im nationalsozialistischen Deutschland erlebte er die Zerstörung jener humanistischen Vernunfttradition, deren Erneuerung er philosophisch forderte. Seine lebenslange Suche nach einer radikalen Begründung von Erkenntnis, Subjektivität und Wissenschaft mündet hier in die Frage nach der Verantwortung der Philosophie für die geschichtliche Selbstbesinnung Europas. Dieses Buch empfiehlt sich allen Leserinnen und Lesern, die verstehen wollen, weshalb Philosophie für Husserl keine akademische Spezialdisziplin, sondern eine Aufgabe der Menschheit ist. Es ist ein kurzer, aber dichter Schlüsseltext zur europäischen Moderne, zur Krise wissenschaftlicher Objektivität und zur bleibenden Möglichkeit vernünftiger Erneuerung.
Weitere Details
Erschienen: 15.12.2022
Umfang: 32 S.
Sprache: Deutsch
Einband: KT
Format: 0.2 x 22.9 x 15.2 cm
ISBN/EAN: 9788027348152
Umbreit-Nr.: 7970199
