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Erinnerungen einer Überflüssigen

Cover von Erinnerungen einer Überflüssigen

Autobiografischer Roman über Landkindheit, Dienstmädchenleben und weibliche Selbstbehauptung in Bayern

Christ, Lena

e-artnow

11.10

(inklusive MwSt.)

Verfügbarkeit: Titel wird für Sie produziert. Vorgemerkt

Zusatztext

Erinnerungen einer Überflüssigen entfaltet die schonungslose Selbstvergegenwärtigung eines Kindes, das in Familie und Gesellschaft als Last erscheint. Der Text verbindet autobiographisches Zeugnis mit dem Formungswillen des Entwicklungs- und Bekenntnisromans: karg, präzise, bisweilen von bayerischer Sprachfärbung durchzogen, schildert er Demütigung, Arbeit, religiöse Erziehung und den Kampf um Selbstachtung. Im Kontext der frühen Moderne steht das Buch zwischen Naturalismus, sozialer Anklage und weiblicher Selbstschrift. Lena Christ, 1881 in Glonn geboren und 1920 in München gestorben, kannte die dargestellten Verhältnisse aus eigener Erfahrung. Als uneheliches Kind wuchs sie zunächst bei den Großeltern auf, wurde später von der Mutter hart behandelt und musste früh in Dienst- und Wirtsarbeit bestehen. Ihre literarische Stimme entstand aus biographischer Verletzung, genauer Beobachtungsgabe und dem Bedürfnis, den stummen Lebensläufen armer Frauen Ausdruck zu geben. Dieses Buch empfiehlt sich Leserinnen und Lesern, die Literatur als Erkenntnisform sozialer Wirklichkeit ernst nehmen. Es ist kein sentimentales Erinnerungsstück, sondern ein sprachlich kontrolliertes Dokument existentieller Selbstbehauptung und ein Schlüsselwerk weiblicher Autobiographik in Bayern.

Weitere Details

Erschienen: 16.12.2022

Umfang: 128 S.

Sprache: Deutsch

Einband: KT

Format: 0.7 x 22.9 x 15.2 cm

ISBN/EAN: 9788027355365

Umbreit-Nr.: 7968374

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