Der Rechtsanwalt
Ein Justizroman über Gewissen, Schuld und Integrität im bürgerlichen Gerichtsmilieu der wilhelminischen Ära
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Zusatztext
Der Rechtsanwalt entfaltet eine Erzählung über Recht, Gewissen und gesellschaftliche Verantwortung. Im Mittelpunkt steht die Figur des Juristen als Mittler zwischen abstrakter Gesetzlichkeit und konkretem menschlichem Schicksal. Ortmann verbindet eine klare, auf Handlung und Dialog gegründete Prosa mit moralpsychologischer Beobachtung; der Text gehört damit in den Kontext jener deutschsprachigen Erzählliteratur, die bürgerliche Institutionen nicht nur abbildet, sondern auf ihre ethische Tragfähigkeit befragt. Reinhold Ortmann zeigt sich hier als Autor mit ausgeprägtem Interesse an sozialen Rollen, öffentlichen Erwartungen und den verborgenen Konflikten hinter respektablen Fassaden. Die Wahl eines Rechtsanwalts als Zentralfigur legt nahe, dass ihn die Spannung zwischen beruflicher Pflicht, persönlicher Überzeugung und gesellschaftlichem Urteil besonders beschäftigte. Sein Blick gilt weniger dem bloßen Effekt des Falls als der Frage, wie Charakter sich unter dem Druck von Entscheidung und Verantwortung bewährt. Empfohlen sei Der Rechtsanwalt allen Leserinnen und Lesern, die juristische Stoffe nicht als trockene Materie, sondern als literarisches Labor menschlicher Konflikte verstehen. Das Buch bietet Spannung, zeitgeschichtliche Anschauung und eine nachdenkliche Reflexion über Gerechtigkeit, Schuld und Integrität.
Autorenportrait
Reinhold Ortmann (1859 - 1929) in München. Er war ein deutscher Schriftsteller und Dramaturg. Eine Zeit lang wirkte er als Dramaturg am Hamburger Thalia-Theater. Seine bekanntesten Werke sind Kriminalromane.
Weitere Details
Erschienen: 27.12.2022
Umfang: 124 S.
Sprache: Deutsch
Einband: KT
Format: 0.7 x 22.9 x 15.2 cm
ISBN/EAN: 9788027366330
Umbreit-Nr.: 8386718
