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Das Herrenhaus

Cover von Das Herrenhaus

Ein Gesellschaftsroman über Besitz, Ehebruch und Standesdünkel im edwardianischen England

Galsworthy, John

e-artnow

12.40

(inklusive MwSt.)

Verfügbarkeit: Titel wird für Sie produziert. Vorgemerkt

Zusatztext

Das Herrenhaus ist ein präzise komponierter Gesellschaftsroman, in dem John Galsworthy das englische Landgut als moralischen Schauplatz der edwardianischen Ordnung sichtbar macht. Um die Familie Pendyce und ihr Anwesen gruppiert sich ein Konflikt von Besitz, Ehe, Begehren und sozialer Reputation. Galsworthys Stil verbindet psychologische Zurückhaltung mit ironischer Beobachtung; Natur- und Interieurschilderungen werden zu Zeichen einer erstarrten Klassenwelt. Im Kontext des realistischen Romans steht das Buch zwischen viktorianischem Erbe und moderner Skepsis gegenüber Institutionen. John Galsworthy, 1867 in eine wohlhabende englische Familie geboren und juristisch ausgebildet, kannte die Mentalität der besitzenden Klassen aus nächster Nähe. Seine Skepsis gegenüber Eigentumsdenken, Standesdünkel und rechtlich sanktionierter Unfreiheit prägt auch die Forsyte-Chronik. Als Dramatiker und Romancier interessierte ihn weniger der Skandal als die stille Gewalt gesellschaftlicher Konventionen. Das Herrenhaus lässt sich daher als literarische Untersuchung jener Welt lesen, aus der Galsworthy selbst hervorging und die er zugleich kritisch sezierte. Empfohlen sei dieses Buch Lesern, die an nuancierter Sozialkritik, feiner Charakterzeichnung und der Geschichte englischer Lebensformen interessiert sind. Es bietet keine bloße Landhausidylle, sondern eine kluge Analyse von Macht, Anstand und persönlicher Verantwortung.

Autorenportrait

John Galsworthy (1867 - 1933) war ein englischer Schriftsteller und Dramatiker. Er war ein Sohn wohlhabender Eltern, und deswegen studierte er am New College der Universität Oxford Jura, aber hatte er keine Lust Jurist zu werden. Später kennenlernte Galsworthy den polnischen Schriftsteller Joseph Conrad, der sein Interesse an der Literatur weckte. Sein erstes Schauspiel "The Silver Box" wurde 1906 mit Erfolg aufgeführt. Im gleichen Jahr schrieb er "Der reiche Mann", den ersten Teil der erfolgreichen Reihe "Die Forsyte-Saga". "Die Forsyte-Saga" gilt als ein Klassiker der modernen englischen Literatur. Im Jahr 1932 erhielt Galsworthy den Literaturnobelpreis. Die Werke von Galsworthy zeichnen sich durch Kritik am britischen Klassensystem, Materialismus der Oberschicht aus, und auch der Autor porträtiert oft verheiratete Frauen als unglückliche.

Weitere Details

Erschienen: 15.01.2023

Umfang: 164 S.

Sprache: Deutsch

Einband: KT

Format: 0.9 x 22.9 x 15.2 cm

ISBN/EAN: 9788027366613

Umbreit-Nr.: 8386695

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