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Die Cherrell Chronik

Cover von Die Cherrell Chronik

Englischer Landadel, Ehen und Erbschaften in der Zwischenkriegszeit

Galsworthy, John

e-artnow

27.20

(inklusive MwSt.)

Verfügbarkeit: Titel wird für Sie produziert. Vorgemerkt

Zusatztext

Die Cherrell Chronik versammelt Galsworthys spätes Gesellschaftspanorama um die Familie Cherrell und führt die Tradition der Forsyte-Darstellungen in veränderter historischer Lage fort. Im Mittelpunkt stehen eine alte englische Oberschicht, ihre Ehen, Erbschaften, Rechtskonflikte und moralischen Selbsttäuschungen in den Jahren nach dem Ersten Weltkrieg. Galsworthys Stil ist nüchtern, psychologisch präzise und von feiner Ironie getragen; sein Realismus registriert Gesten, Räume und Konventionen als Zeichen einer Ordnung, die ihre Autorität verliert. John Galsworthy (1867-1933), Jurist aus wohlhabendem Milieu und Nobelpreisträger für Literatur, kannte jene Besitz- und Standeswelt, die er zugleich darstellte und kritisierte, aus nächster Nähe. Seine Ausbildung im Recht, seine humanitären Interessen und seine lebenslange Beschäftigung mit Ehe, Eigentum, sozialer Verantwortung und individueller Freiheit prägen auch diese Chronik. Die Cherrells erscheinen daher nicht als bloße Romanfiguren, sondern als Symptome eines historischen Übergangs. Empfohlen sei das Buch Lesern, die klassische englische Gesellschaftsromane schätzen und zugleich eine genaue Diagnose moderner Verunsicherung suchen. Die Chronik bietet keine sensationelle Handlung, sondern eine kluge, langsam wirkende Analyse von Klasse, Gefühl und Gewissen. Gerade ihre Zurückhaltung macht sie zu einer lohnenden Lektüre für alle, die literarische Beobachtungskunst und gesellschaftliche Tiefenschärfe verbinden möchten.

Autorenportrait

John Galsworthy (1867 - 1933) war ein englischer Schriftsteller und Dramatiker. Seine Romanreihe "Die Forsyte-Saga" gilt als ein Klassiker der modernen englischen Literatur. Galsworthy war ein Sohn wohlhabender Eltern, und deswegen studierte er am New College der Universität Oxford Jura, aber hatte er keine Lust Jurist zu werden. Später kennenlernte Galsworthy den polnischen Schriftsteller Joseph Conrad, der sein Interesse an der Literatur weckte. Sein erstes Schauspiel "The Silver Box" wurde 1906 mit Erfolg aufgeführt. Im gleichen Jahr schrieb er "Der reiche Mann", den ersten Teil der erfolgreichen Reihe "Die Forsyte-Saga". 1932 erhielt Galsworthy den Literaturnobelpreis. Die Werke von Galsworthy zeichnen sich durch Kritik am britischen Klassensystem, Materialismus der Oberschicht aus, und auch der Autor porträtiert oft verheiratete Frauen als unglückliche.

Weitere Details

Erschienen: 15.01.2023

Umfang: 568 S.

Sprache: Deutsch

Einband: KT

Format: 3.1 x 22.9 x 15.2 cm

ISBN/EAN: 9788027366637

Umbreit-Nr.: 8386754

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