Die zärtlichen Schwestern
Empfindsames Lustspiel der Aufklärung über Geschwisterliebe, Heiratswahl und moralische Erziehung
Gellert, Christian Fürchtegott
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Zusatztext
Die zärtlichen Schwestern ist ein empfindsames Lustspiel der deutschen Aufklärung, in dem Christian Fürchtegott Gellert familiäre Bindung, tugendhafte Liebe und moralische Selbstprüfung dramatisch verdichtet. Im Mittelpunkt stehen zwei Schwestern, deren Zuneigung zueinander durch Liebeswahl, Pflichtgefühl und gesellschaftliche Erwartung erprobt wird. Gellerts Stil verbindet klare, bürgerlich verständliche Dialogführung mit feiner Affektbeobachtung; das Stück steht zwischen französisch geprägter Komödientradition und dem neuen moralischen Theater des 18. Jahrhunderts. Gellert, 1715 in Hainichen geboren und später als Professor in Leipzig wirksam, gehörte zu den einflussreichsten Popularphilosophen und Schriftstellern seiner Zeit. Seine Fabeln, Brieftheorie und moralischen Schriften zielten auf sittliche Bildung ohne gelehrte Abschottung. Die zärtlichen Schwestern spiegelt diese pädagogische Haltung: Aus theologischer Sensibilität, bürgerlicher Lebensnähe und aufklärerischem Vertrauen in Empfindung und Vernunft formt Gellert ein Drama der maßvollen Herzensbildung. Empfohlen sei dieses Werk allen Leserinnen und Lesern, die die Entstehung des bürgerlichen Dramas und der Empfindsamkeit genauer verstehen möchten. Es bietet nicht bloß historische Kuriosität, sondern ein präzises Modell dafür, wie Literatur Gefühl, Moral und gesellschaftliche Ordnung miteinander ins Gespräch bringt.
Weitere Details
Erschienen: 19.02.2023
Umfang: 52 S.
Sprache: Deutsch
Einband: KT
Format: 0.3 x 22.9 x 15.2 cm
ISBN/EAN: 9788027367665
Umbreit-Nr.: 8838325
