Über die bürgerliche Verbesserung der Weiber
Frühfeministischer Essay der Aufklärung über Frauenrechte, Bildung und Rechtsgleichheit
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Zusatztext
Über die bürgerliche Verbesserung der Weiber ist eine der kühnsten deutschsprachigen Schriften der Aufklärung zur rechtlichen und gesellschaftlichen Stellung der Frau. In argumentativer Prosa, die juristische Präzision mit ironischer Schärfe verbindet, widerlegt Hippel die überlieferten Behauptungen weiblicher Minderwertigkeit und fordert Bildung, Eigentumsfähigkeit, Berufszugang und bürgerliche Anerkennung. Das Werk steht im Kontext der spätaufklärerischen Debatten um Naturrecht, Vernunft und Menschenrechte und erweitert deren Anspruch konsequent auf das Geschlechterverhältnis. Theodor Gottlieb von Hippel, 1741 in Gerdauen geboren und später Bürgermeister von Königsberg, schrieb aus der Erfahrung eines Juristen, Verwaltungsbeamten und aufgeklärten Beobachters politischer Reformen. Sein Umfeld, geprägt von Kantischer Philosophie, preußischer Verwaltungskultur und den Umbrüchen der Französischen Revolution, schärfte seinen Blick für die Widersprüche einer Gesellschaft, die Freiheit proklamierte, Frauen jedoch rechtlich und geistig bevormundete. Seine anonyme Veröffentlichung bezeugt zugleich Mut und strategische Vorsicht. Dieses Buch empfiehlt sich allen Leserinnen und Lesern, die die Genealogie moderner Gleichheitsforderungen verstehen wollen. Es ist nicht nur ein historisches Dokument, sondern eine intellektuell lebendige Herausforderung: Hippels Argumente zeigen, wie eng Aufklärung, Recht und soziale Gerechtigkeit miteinander verbunden sind.
Weitere Details
Erschienen: 19.02.2023
Umfang: 108 S.
Sprache: Deutsch
Einband: KT
Format: 0.6 x 22.9 x 15.2 cm
ISBN/EAN: 9788027368969
Umbreit-Nr.: 8838451
