Roman einer Ehe
Ungleiche Liebe, innere Reifung und Partnerschaftskonflikt im ländlichen Russland des 19. Jahrhunderts
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Zusatztext
In "Roman einer Ehe" entfaltet Leo Graf Tolstoy die Geschichte einer Verbindung, die von jugendlicher Schwärmerei über Ernüchterung zu einer stilleren, reiferen Form der Zuneigung führt. Im Zentrum steht weniger das äußere Ereignis als die innere Bewegung der Figuren: Erwartung, Besitzanspruch, Enttäuschung und moralische Selbsterkenntnis. Tolstoys Stil ist klar, psychologisch präzise und von jener realistischen Aufmerksamkeit geprägt, die sein späteres Werk vorbereitet. Der Text steht im Kontext des russischen Realismus des 19. Jahrhunderts und verbindet intime Erzählkunst mit ethischer Reflexion. Tolstoy, 1828 auf Jasnaja Poljana geboren, kannte die Spannungen zwischen aristokratischer Lebensform, religiöser Suche und praktischer Verantwortung aus eigener Erfahrung. Seine Tagebücher, seine Beobachtungen gesellschaftlicher Konventionen und seine lebenslange Beschäftigung mit Wahrheit, Ehe und Gewissen bilden den geistigen Hintergrund dieses Buches. Gerade seine Fähigkeit, persönliche Unruhe in literarische Analyse zu verwandeln, verleiht dem Werk seine besondere Autorität. Empfohlen sei "Roman einer Ehe" allen Lesern, die in der Literatur nicht bloß Handlung, sondern Erkenntnis suchen. Das Buch zeigt mit großer Nüchternheit, wie Liebe sich verändert, ohne notwendig zu verschwinden, und bleibt dadurch erstaunlich modern.
Weitere Details
Erschienen: 19.02.2023
Umfang: 64 S.
Sprache: Deutsch
Einband: KT
Format: 0.4 x 22.9 x 15.2 cm
ISBN/EAN: 9788027372270
Umbreit-Nr.: 8838500
