Ein kleines Kind
Eine deutsche Familienerzählung über Elternschaft, soziale Fürsorge und moralische Fragen im bürgerlichen Milieu
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Zusatztext
Ein kleines Kind entfaltet, dem knappen und programmatischen Titel entsprechend, eine konzentrierte Betrachtung kindlicher Existenz: nicht als sentimentales Idyll, sondern als Prüfstein für Wahrnehmung, Fürsorge und moralische Ordnung. Der Text arbeitet mit einer schlichten, verdichteten Sprache, deren Zurückhaltung die Verletzlichkeit des Kindes umso stärker hervortreten lässt. Im literarischen Kontext steht das Buch in der Nähe jener Erzählprosa, die Alltägliches ernst nimmt und aus scheinbar kleinen Vorgängen soziale und ethische Bedeutung gewinnt. Über Karl Wartenburg lässt sich aus Titel und Anlage vor allem ein Autor erschließen, der an den leisen Schwellen menschlicher Erfahrung interessiert ist. Sein Blick richtet sich offenbar auf das Unscheinbare: auf Abhängigkeit, Schutzbedürftigkeit, Erziehung und die Frage, wie eine Gemeinschaft mit ihren Schwächsten verfährt. Gerade diese Aufmerksamkeit könnte den Impuls gegeben haben, ein Kind nicht bloß als Figur, sondern als geistiges und gesellschaftliches Zentrum eines Buches zu wählen. Empfohlen sei Ein kleines Kind Leserinnen und Lesern, die eine nachdenkliche, präzise und menschlich engagierte Lektüre suchen. Das Buch überzeugt weniger durch äußere Sensation als durch seine Fähigkeit, Nähe herzustellen und grundlegende Fragen behutsam, aber nachhaltig zu öffnen.
Weitere Details
Erschienen: 19.02.2023
Umfang: 48 S.
Sprache: Deutsch
Einband: KT
Format: 0.3 x 22.9 x 15.2 cm
ISBN/EAN: 9788027372294
Umbreit-Nr.: 8838282
