Gesammelte Krimis
Viktorianische Detektivfälle um Londoner Verbrechen, Erbschaftsintrigen und dunkle Familiengeheimnisse
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Zusatztext
Wilkie Collins' Gesammelte Krimis versammelt Erzählungen und Romane, in denen sich die Frühgeschichte der Detektiv- und Sensationsliteratur exemplarisch verdichtet. Mit präziser Beobachtungsgabe, verschachtelten Perspektiven und einem ausgeprägten Sinn für juristische, psychologische und soziale Verwicklungen entfaltet Collins Fälle, die weniger auf bloßen Effekt als auf methodische Enthüllung zielen. Sein Stil verbindet viktorianische Erzählkunst mit dramatischer Spannung, dokumentarischen Einschüben und moralischer Ambivalenz. Collins, 1824 in London geboren und eng mit Charles Dickens befreundet, kannte die literarischen Erwartungen seines Jahrhunderts ebenso wie dessen verborgene Konflikte. Erfahrungen mit Recht, Medizin, Theater und Journalismus prägten seine Stoffe; ebenso sein Interesse an Außenseitern, Frauenrechten, Erbschaftsfragen und den dunklen Seiten bürgerlicher Ordnung. Diese biographischen und intellektuellen Voraussetzungen erklären, weshalb seine Kriminalgeschichten gesellschaftliche Analyse und erzählerische Raffinesse so wirkungsvoll verbinden. Diese Sammlung empfiehlt sich Leserinnen und Lesern, die den modernen Kriminalroman an seinen Ursprüngen kennenlernen möchten. Sie bietet nicht nur spannende Lektüre, sondern auch ein aufschlussreiches Panorama viktorianischer Ängste, Institutionen und Wahrheitsverfahren. Collins zeigt, dass Verbrechen stets mehr enthüllt als den Täter: eine ganze Gesellschaft.
Weitere Details
Erschienen: 22.05.2023
Umfang: 1036 S.
Sprache: Deutsch
Einband: KT
Format: 5.5 x 22.9 x 15.2 cm
ISBN/EAN: 9788027376728
Umbreit-Nr.: 9697891
