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Das Narrenschiff

Cover von Das Narrenschiff

Spätmittelalterliche Moralsatire über Narrenfiguren, Laster und gesellschaftliche Selbsttäuschung

Brant, Sebastian

Sharp Ink

16.60

(inklusive MwSt.)

Verfügbarkeit: Titel wird für Sie produziert. Vorgemerkt

Zusatztext

Das Narrenschiff, 1494 in Basel erschienen, ist eine der wirkungsmächtigsten Moralsatiren des europäischen Frühhumanismus. In der allegorischen Fahrt der Narren versammelt Sebastian Brant über hundert Formen menschlicher Verblendung: Geiz, Gelehrtenhochmut, Spielsucht, Modewahn und politische Kurzsichtigkeit. In knappen, pointierten Reimpaarversen, begleitet von einprägsamen Holzschnitten, verbindet das Werk volkssprachliche Anschaulichkeit mit gelehrter Tradition, spätmittelalterlicher Ständekritik und humanistischer Reformrhetorik. Brant, Jurist, Universitätslehrer und Stadtschreiber, war tief in der lateinischen Bildung, im römischen Recht und in der religiös-politischen Krisenerfahrung seiner Zeit verwurzelt. Seine Nähe zu Basel, zum Buchdruck und zu humanistischen Netzwerken erklärt die publizistische Schärfe des Werks. Als konservativer Reformer sah er Bildung nicht als Selbstzweck, sondern als Mittel zur sittlichen Ordnung von Stadt, Reich und Christenheit. Diese Ausgabe empfiehlt sich allen, die Literatur als Diagnose gesellschaftlicher Irrtümer lesen möchten. Das Narrenschiff ist kein bloßes Kuriosum der Vormoderne, sondern ein erstaunlich gegenwärtiges Panorama der Selbsttäuschung. Wer Satire, Kulturgeschichte und präzise moralische Beobachtung schätzt, findet hier ein Schlüsselwerk deutscher Literatur, dessen Narren uns noch immer beunruhigend ähnlich sehen.

Weitere Details

Erschienen: 01.12.2023

Umfang: 300 S.

Sprache: Deutsch

Einband: KT

Format: 1.6 x 22.9 x 15.2 cm

ISBN/EAN: 9788028345648

Umbreit-Nr.: 2780213

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