Der erste Amerikaner in Texas
Abenteuer, Pionierleben und politische Konflikte im mexikanischen Grenzland des 19. Jahrhunderts
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Zusatztext
Der erste Amerikaner in Texas entfaltet ein frühes Bild des texanischen Grenzraums, in dem koloniale Interessen, republikanische Freiheitsrhetorik und individuelle Bewährung aufeinandertreffen. Sealsfield verbindet abenteuerliche Handlung mit ethnographisch-politischer Beobachtung: Landschaft, Siedleralltag und Konflikte erscheinen nicht bloß dekorativ, sondern als Kräfte, die Charaktere und Geschichte formen. Sein Stil ist beweglich, anschaulich und von jener transatlantischen Perspektive geprägt, die den deutschsprachigen Amerika-Roman des 19. Jahrhunderts entscheidend erweiterte. Charles Sealsfield, geboren 1793 als Karl Anton Postl in Mähren, verließ Europa nach einer geistlichen Laufbahn und politischer Entfremdung und lebte zeitweise in den Vereinigten Staaten. Diese Erfahrung machte ihn zu einem der kenntnisreichsten deutschsprachigen Vermittler amerikanischer Wirklichkeiten. Seine Faszination für republikanische Institutionen, Expansion, kulturelle Vielfalt und die Ambivalenzen der Frontier dürfte die Entstehung dieses Textes maßgeblich bestimmt haben. Empfohlen sei das Buch Lesern, die historische Abenteuerliteratur nicht als bloße Unterhaltung, sondern als Dokument politischer Imagination lesen möchten. Es bietet einen aufschlussreichen Zugang zu europäischen Amerikabildern, zur literarischen Konstruktion von Texas und zu Sealsfields eigenwilliger Verbindung von Erzählkunst, Zeitdiagnose und kultureller Analyse.
Weitere Details
Erschienen: 01.12.2023
Umfang: 84 S.
Sprache: Deutsch
Einband: KT
Format: 0.5 x 22.9 x 15.2 cm
Lesealter: Lesealter: 7-99 J.
ISBN/EAN: 9788028345990
Umbreit-Nr.: 2780380
