Zur Geschichte der proletarischen Frauenbewegung Deutschlands
Klassenkampf, Arbeiterinnenbildung und sozialistische Geschlechterpolitik im Kaiserreich
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Zusatztext
In "Zur Geschichte der proletarischen Frauenbewegung Deutschlands" rekonstruiert Clara Zetkin die Entstehung, Kämpfe und organisatorischen Formen einer Bewegung, die Frauenemanzipation nicht als bürgerliche Rechtsfrage, sondern als Teil des Klassenkampfes begreift. Der Text verbindet historische Darstellung, politische Analyse und programmatische Zuspitzung; sein Stil ist klar, polemisch präzise und von marxistischer Geschichtsauffassung getragen. Im Kontext der Sozialdemokratie und der internationalen Arbeiterbewegung wird sichtbar, wie Bildungsarbeit, Presse, Gewerkschaftskämpfe und Parteiorganisation zusammenwirkten. Clara Zetkin, eine der bedeutendsten sozialistischen Theoretikerinnen und Praktikerinnen ihrer Zeit, schrieb aus unmittelbarer Erfahrung. Als Redakteurin, Agitatorin und Organisatorin der proletarischen Frauenbewegung kannte sie sowohl staatliche Repression als auch innerparteiliche Auseinandersetzungen um die "Frauenfrage". Ihre Biographie erklärt die Verbindung von historischer Genauigkeit und kämpferischer Absicht: Zetkin wollte nicht nur berichten, sondern politisches Bewusstsein schärfen. Dieses Buch empfiehlt sich Leserinnen und Lesern, die die Geschichte des Feminismus jenseits liberaler Fortschrittserzählungen verstehen wollen. Es bietet eine unverzichtbare Quelle zur sozialistischen Frauenbewegung und bleibt anregend für alle, die nach dem Verhältnis von Geschlecht, Arbeit, Organisation und gesellschaftlicher Befreiung fragen.
Weitere Details
Erschienen: 02.12.2023
Umfang: 108 S.
Sprache: Deutsch
Einband: KT
Format: 0.6 x 22.9 x 15.2 cm
ISBN/EAN: 9788028348762
Umbreit-Nr.: 2777749
