Die Anarchie - Gesammelte Werke
Radikale Staats- und Kapitalismuskritik in politischer Publizistik des 19. Jahrhunderts
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Zusatztext
Die Anarchie - Gesammelte Werke versammelt zentrale Schriften Johann Mosts, in denen Anarchismus als radikale Kritik von Staat, Kapital, Kirche und militarisierter Ordnung entfaltet wird. Die Texte verbinden agitatorische Schärfe mit theoretischer Zuspitzung: Pamphlet, politische Analyse und revolutionäre Programmschrift gehen ineinander über. Literarisch steht der Band im Kontext der sozialistischen und anarchistischen Publizistik des späten 19. Jahrhunderts, deren Sprache nicht neutral beobachten, sondern eingreifen, mobilisieren und entlarven will. Johann Most (1846-1906), ursprünglich Buchbinder, Sozialdemokrat und Reichstagsabgeordneter, wurde durch Verfolgung, Haft und Exil zu einer prägenden Stimme des deutschsprachigen und später amerikanischen Anarchismus. Als Herausgeber der Freiheit entwickelte er eine kompromisslose Polemik gegen parlamentarische Reformhoffnungen. Seine biographische Erfahrung staatlicher Repression, industrieller Ausbeutung und politischer Emigration erklärt die Dringlichkeit, mit der diese Schriften Herrschaft nicht verbessern, sondern abschaffen wollen. Empfohlen sei dieser Band Leserinnen und Lesern, die die Genealogie radikaler Moderne jenseits kanonisierter Ideengeschichte verstehen möchten. Er bietet keine bequeme Lektüre, wohl aber ein historisch aufschlussreiches Dokument revolutionärer Rhetorik, sozialer Empörung und anarchistischer Theorie.
Weitere Details
Erschienen: 02.12.2023
Umfang: 64 S.
Sprache: Deutsch
Einband: KT
Format: 0.4 x 22.9 x 15.2 cm
ISBN/EAN: 9788028349295
Umbreit-Nr.: 2777727
