Der Fürst
Renaissancepolitik, Staatskunst und die nüchterne Analyse von Macht, Krieg und Staatsräson
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Zusatztext
Niccolò Machiavellis Der Fürst ist eine prägnante, analytische Abhandlung über Erwerb, Sicherung und Verlust politischer Macht. In knapper, beinahe mathematischer Prosa untersucht der Text Fürstentümer, Militärwesen, Bündnispolitik und die Rolle von Gewalt, List und öffentlichem Ansehen. Entstanden im Kontext der zersplitterten italienischen Staatenwelt der Renaissance, verbindet das Werk historische Exempla aus Antike und Gegenwart mit einer nüchternen politischen Anthropologie. Machiavelli, 1469 in Florenz geboren, war Diplomat, Kanzleibeamter und genauer Beobachter der Machtkämpfe zwischen Medici, Republikanern, Päpsten und ausländischen Monarchien. Nach dem Sturz der florentinischen Republik verlor er sein Amt, wurde verhaftet und zog sich ins Exil zurück. Der Fürst spiegelt diese Erfahrung politischer Unsicherheit: Er ist zugleich Bewerbungsschrift, Diagnose staatlicher Schwäche und Versuch, aus Geschichte praktische Regeln des Regierens zu gewinnen. Dieses Buch empfiehlt sich allen Lesern, die politische Theorie nicht als moralische Predigt, sondern als Analyse realer Handlungsbedingungen verstehen wollen. Seine provozierende Trennung von Ethik und Staatsräson macht Der Fürst bis heute unverzichtbar für Historiker, Philosophen und politisch Interessierte. Wer Macht, Legitimität und Verantwortung kritisch durchdenken möchte, findet hier einen ebenso unbequemen wie grundlegenden Klassiker.
Weitere Details
Erschienen: 02.12.2023
Umfang: 96 S.
Sprache: Deutsch
Einband: KT
Format: 0.6 x 22.9 x 15.2 cm
ISBN/EAN: 9788028349752
Umbreit-Nr.: 2778550
