Das Kreuz im Venn
Ein Naturdrama aus Eifeldorf, Moorlandschaft und Grenzregion zwischen Volksfrömmigkeit, Aberglaube und Schuld
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Zusatztext
Das Kreuz im Venn entfaltet vor der herben Landschaft des Hohen Venns ein Drama von Schuld, Frömmigkeit, sozialer Enge und elementarer Naturgewalt. Clara Viebig verbindet genaue Milieubeobachtung mit einem naturalistisch geschärften Blick auf Menschen, deren Handeln von Armut, Überlieferung und religiösen Zeichen geprägt ist. Das titelgebende Kreuz erscheint dabei nicht bloß als christliches Symbol, sondern als Mittelpunkt einer Landschaft, in der Geschichte, Aberglaube und menschliche Leidenschaften unauflöslich ineinandergreifen. Clara Viebig, 1860 in Trier geboren und lange mit der Eifel sowie den rheinisch-moselländischen Grenzräumen vertraut, gehört zu den bedeutenden Erzählerinnen des deutschen Naturalismus. Ihre Kindheits- und Jugendeindrücke, ihre Kenntnis bäuerlicher Lebensformen und ihr Interesse an den sozialen Spannungen der Provinz bilden den Erfahrungsgrund dieses Werkes. Wie in vielen ihrer Romane und Erzählungen richtet sie den Blick auf Menschen außerhalb bürgerlicher Sicherheiten und macht die Landschaft selbst zu einer erzählerischen Kraft. Empfohlen sei Das Kreuz im Venn allen Leserinnen und Lesern, die regionale Literatur nicht als Heimatidylle, sondern als präzise Analyse menschlicher Existenz verstehen. Das Buch überzeugt durch atmosphärische Dichte, psychologische Aufmerksamkeit und kulturgeschichtliche Anschaulichkeit. Es ist ein eindrucksvoller Zugang zu Viebigs Werk und zu einer literarischen Moderne, die das Lokale als Spiegel universeller Konflikte begreift.
Weitere Details
Erschienen: 15.05.2024
Umfang: 160 S.
Sprache: Deutsch
Einband: KT
Format: 0.9 x 22.9 x 15.2 cm
ISBN/EAN: 9788028372286
Umbreit-Nr.: 3694446
