Der Heiland vom Binsenhofe
Eine Dorfgeschichte über ländliche Frömmigkeit, Erlösungssehnsucht und moralische Prüfung
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Zusatztext
Der Heiland vom Binsenhofe entfaltet, schon im Titel programmatisch verdichtet, eine religiös grundierte Erzählung um Erlösung, soziale Erwartung und die Projektion des Heilbringenden auf eine konkrete ländliche Stätte. Der Binsenhof erscheint dabei nicht bloß als Schauplatz, sondern als symbolischer Raum zwischen bäuerlicher Wirklichkeit, Volksfrömmigkeit und moralischer Prüfung. Schröers Stil lässt sich als erzählerisch konzentriert, sinnhaft aufgeladen und im Kontext jener deutschsprachigen Literatur lesen, die Dorf, Glauben und Gewissen zu Prüfsteinen gesellschaftlicher Ordnung macht. Gustav Schröer tritt in diesem Werk als Autor hervor, der offenbar ein feines Gespür für religiöse Bildsprache und die seelischen Bedürfnisse einfacher Lebenswelten besitzt. Der Titel legt nahe, dass ihn Fragen nach charismatischer Autorität, nach Erlösungssehnsucht und nach der Spannung zwischen christlichem Ideal und menschlicher Begrenztheit beschäftigten. Gerade diese Verbindung von geistiger Problematik und volkstümlichem Milieu dürfte den Anstoß zu einer solchen Erzählanlage gegeben haben. Empfohlen sei Der Heiland vom Binsenhofe Lesern, die literarische Texte nicht nur als Handlung, sondern als Deutungsräume verstehen. Wer sich für religiöse Symbolik, ländliche Sozialwelten und moralische Konflikte interessiert, findet hier ein Werk von stiller Eindringlichkeit und bemerkenswerter kulturgeschichtlicher Aussagekraft.
Weitere Details
Erschienen: 15.05.2024
Umfang: 184 S.
Sprache: Deutsch
Einband: KT
Format: 1 x 22.9 x 15.2 cm
ISBN/EAN: 9788028374631
Umbreit-Nr.: 3694451
