Das Werk der Artamonows
Drei Generationen einer russischen Unternehmerfamilie zwischen Fabrik, Schuld und sozialem Umbruch
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Zusatztext
Das Werk der Artamonows entfaltet die Geschichte einer russischen Unternehmerfamilie über drei Generationen hinweg: vom tatkräftigen Gründer Ilja Artamonow bis zum innerlich erschöpften Niedergang seiner Nachkommen. Im Zentrum steht nicht nur eine Fabrik, sondern ein gesellschaftlicher Organismus, in dem Besitz, Arbeit, Familie und Schuld unauflöslich miteinander verschränkt sind. Gorkis Stil verbindet realistische Milieuschilderung mit psychologischer Verdichtung; der Roman steht im Kontext der großen russischen Gesellschaftsprosa und liest die Revolution als Ergebnis langer moralischer und sozialer Verwerfungen. Maxim Gorki, 1868 als Alexei Peschkow geboren, kannte Armut, Wanderschaft und harte Arbeit aus eigener Erfahrung. Seine Nähe zu revolutionären Bewegungen, seine Beobachtung der russischen Kaufmanns- und Arbeiterwelt sowie sein Interesse an der geistigen Formung des Menschen prägen diesen Roman. Gerade weil Gorki weder bloß anklagt noch verklärt, wird die Familie Artamonow zum exemplarischen Fall einer Klasse, die ihre geschichtliche Energie verliert. Empfohlen sei dieses Buch Leserinnen und Lesern, die historische Romane mit analytischer Schärfe schätzen. Es bietet keine einfache Chronik, sondern eine eindringliche Studie über Macht, Erbe und Verfall. Wer Tolstoi, Dostojewski oder Tschechow im gesellschaftlichen Horizont weiterdenken möchte, findet hier ein bedeutendes, vielschichtiges Werk.
Weitere Details
Erschienen: 15.05.2024
Umfang: 184 S.
Sprache: Deutsch
Einband: KT
Format: 1 x 22.9 x 15.2 cm
ISBN/EAN: 9788028377601
Umbreit-Nr.: 3694418
