Drei Menschen
Armut, moralische Suche und gesellschaftlicher Aufstieg im vorrevolutionären Russland
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Zusatztext
Maxim Gorkis "Drei Menschen" entfaltet das Schicksal dreier junger Männer aus den unteren Schichten des russischen Stadtlebens, die zwischen Armut, moralischer Verwahrlosung und dem Traum von persönlicher Würde nach Orientierung suchen. In einer Prosa von genauer sozialer Beobachtung, durchsetzt mit psychologischer Schärfe und pathetischer Energie, verbindet der Roman naturalistische Milieustudie mit der frühen revolutionären Sensibilität der russischen Moderne. Gorki zeigt nicht bloß Elend, sondern die geistige Unruhe einer Gesellschaft, deren alte Ordnungen ihre Überzeugungskraft verlieren. Der Autor, 1868 als Alexei Maximowitsch Peschkow geboren, kannte die Welt seiner Figuren aus eigener Erfahrung: frühe Verwaisung, Wanderjahre, Gelegenheitsarbeiten und die Begegnung mit Arbeitern, Landstreichern und Außenseitern prägten sein literarisches Bewusstsein. Diese biographische Nähe erklärt die Intensität, mit der Gorki soziale Demütigung, Aufbegehren und die Suche nach einem neuen Menschenbild gestaltet. "Drei Menschen" steht damit im Zentrum seines Interesses an jenen, die von der offiziellen Kultur übersehen werden. Empfohlen sei dieses Buch Leserinnen und Lesern, die russische Literatur nicht nur als psychologisches Drama, sondern als Analyse gesellschaftlicher Kräfte verstehen wollen. Es bietet einen eindringlichen Zugang zu Gorkis Frühwerk und zu den moralischen Konflikten einer Epoche im Umbruch.
Weitere Details
Erschienen: 15.05.2024
Umfang: 212 S.
Sprache: Deutsch
Einband: KT
Format: 1.2 x 22.9 x 15.2 cm
ISBN/EAN: 9788028377625
Umbreit-Nr.: 3694419
