Die Geschichte meines Zeitgenossen
Memoiren aus dem Zarenreich: Reformhoffnung, Repression und sibirische Verbannung im 19. Jahrhundert
€15.80
(inklusive MwSt.)
Verfügbarkeit: Titel wird für Sie produziert. Vorgemerkt
Zusatztext
Die Geschichte meines Zeitgenossen ist weit mehr als eine Autobiographie: Korolenko entwirft darin das Panorama einer russischen Generation, die zwischen Reformhoffnungen, sozialer Unruhe und staatlicher Repression heranwuchs. In einer klaren, beobachtungsreichen Prosa verbindet er persönliche Erinnerung mit historischer Analyse; Kindheit, Ausbildung, politische Verfolgung und Verbannung erscheinen als Stationen eines moralischen Erkenntniswegs. Literarisch steht das Werk zwischen Memoirenliteratur, realistischer Erzählkunst und gesellschaftskritischem Dokument der späten Zarenzeit. Wladimir Korolenko, 1853 in Schitomir geboren, war selbst geprägt von den Grenzräumen des Imperiums, von ukrainischen, polnischen und russischen Einflüssen sowie von der Erfahrung politischer Entrechtung. Wegen seiner oppositionellen Haltung wurde er mehrfach verbannt, unter anderem nach Sibirien. Als Schriftsteller, Publizist und Verteidiger Verfolgter entwickelte er ein ausgeprägtes Interesse an Gewissensfreiheit, sozialer Gerechtigkeit und der Würde des Einzelnen - Themen, die dieses Werk innerlich tragen. Empfohlen sei dieses Buch allen, die russische Literatur nicht nur als Kunstform, sondern als historisches Gewissen verstehen wollen. Korolenkos Erinnerungen eröffnen einen präzisen Zugang zur Mentalität des 19. Jahrhunderts und bleiben zugleich von erstaunlicher menschlicher Nähe. Die Geschichte meines Zeitgenossen ist ein Schlüsseltext für Leser, die Biographie, Zeitgeschichte und moralische Reflexion in seltener Geschlossenheit suchen.
Weitere Details
Erschienen: 24.06.2025
Umfang: 264 S.
Sprache: Deutsch
Einband: KT
Format: 1.4 x 22.9 x 15.2 cm
ISBN/EAN: 9788028390006
Umbreit-Nr.: 7117277
