Das Blüthenalter der Empfindung
Empfindsamkeit, weibliche Bildung und moralische Selbstprüfung in der deutschen Aufklärung
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Zusatztext
Das Blüthenalter der Empfindung gehört in den Horizont der deutschen Empfindsamkeit und der späten Aufklärung, in dem Gefühl, Tugend und Selbstbeobachtung zu literarischen Erkenntnismitteln werden. Sophie Albrecht gestaltet das Erwachen seelischer und moralischer Sensibilität als Schwellenzustand: Jugend, Liebe, Freundschaft, Verletzbarkeit und gesellschaftliche Erwartung treten in ein spannungsreiches Verhältnis. Der Stil verbindet empfindsame Innigkeit mit reflektierender Prosa; Pathos, moralische Prüfung und psychologische Nuance machen das Werk zu einem aufschlussreichen Dokument weiblicher Autorschaft um 1800. Sophie Albrecht, Schauspielerin, Dichterin und Erzählerin, bewegte sich in jenen kulturellen Räumen, in denen Theater, Geselligkeit und literarische Produktion eng ineinandergriffen. Ihre Erfahrung auf der Bühne schärfte vermutlich den Blick für Affekt, Rollenverhalten und die sozialen Masken des Gefühls. Als schreibende Frau in einer männlich dominierten Öffentlichkeit konnte sie Fragen weiblicher Bildung, innerer Freiheit und emotionaler Wahrhaftigkeit mit besonderer Dringlichkeit formulieren. Dieses Buch empfiehlt sich Leserinnen und Lesern, die die Empfindsamkeit nicht als bloße Gefühlsmode, sondern als ernsthafte Anthropologie verstehen wollen. Es bietet literarhistorischen Gewinn, ästhetischen Reiz und einen eindrucksvollen Zugang zu einer Autorin, deren Stimme neu zu hören ist.
Weitere Details
Erschienen: 24.06.2025
Umfang: 32 S.
Sprache: Deutsch
Einband: KT
Format: 0.2 x 22.9 x 15.2 cm
ISBN/EAN: 9788028390969
Umbreit-Nr.: 7117265
