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Gegen die Häresien

Cover von Gegen die Häresien

Frühchristliche Apologetik gegen Gnosis und Valentinianer: Exegese, apostolische Sukzession und Entstehung der Orthodoxie

von Lyon, Irenäus

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Zusatztext

Mit Gegen die Häresien liegt eines der grundlegenden Werke frühchristlicher Theologie vor: eine umfassende Widerlegung gnostischer Schulen, insbesondere der valentinianischen Spekulationen. Irenäus verbindet sorgfältige Darstellung gegnerischer Lehren mit biblischer Exegese, philosophischer Argumentation und kirchlicher Traditionsbegründung. Sein Stil ist polemisch, doch methodisch bemerkenswert: Er ordnet, zitiert, prüft und widerlegt, um die Einheit von Schöpfung, Erlösung und apostolischem Glauben zu verteidigen. Irenäus von Lyon, im 2. Jahrhundert geboren und mit der kleinasiatischen Tradition um Polykarp verbunden, wirkte als Bischof in Gallien in einer Zeit intensiver Lehrbildung und religiöser Konkurrenz. Seine pastorale Verantwortung für Gemeinden, die durch esoterische Heilslehren verunsichert wurden, erklärt die Dringlichkeit des Werkes. Als Vermittler zwischen griechischem Osten und lateinischem Westen formulierte er zentrale Gedanken zur Regel des Glaubens, zur Sukzession der Bischöfe und zur Inkarnation. Dieses Buch empfiehlt sich allen, die die Entstehung christlicher Orthodoxie, die Vielfalt antiker Religiosität und die Frühgeschichte theologischer Argumentation verstehen wollen. Es ist keine bloße Streitschrift, sondern ein Schlüsseltext zur Frage, wie Wahrheit, Schrift und kirchliche Gemeinschaft im frühen Christentum gedacht wurden.

Weitere Details

Erschienen: 29.06.2025

Umfang: 776 S.

Sprache: Deutsch

Einband: KT

Format: 4.2 x 22.9 x 15.2 cm

ISBN/EAN: 9788028397296

Umbreit-Nr.: 7117201

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