Die Flucht der Beate Hoyermann
Weibliche Selbstbestimmung, bürgerliche Moral und psychologische Spannung in der Weimarer Moderne
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Zusatztext
Die Flucht der Beate Hoyermann entfaltet die Geschichte einer Frau, deren Aufbruch weniger als äußere Bewegung denn als seelische und gesellschaftliche Grenzüberschreitung lesbar wird. Thea von Harbou verbindet psychologische Zuspitzung, melodramatische Spannung und eine klare, bildhafte Prosa, die ihre Nähe zum zeitgenössischen Film verrät. Im literarischen Kontext der Zwischenkriegszeit steht der Roman zwischen bürgerlichem Schicksalsroman, Frauenporträt und moralischer Krisenerzählung: Flucht bedeutet hier zugleich Selbstrettung, Schuldfrage und Prüfung tradierter Ordnungen. Thea von Harbou, 1888 geboren, war eine der einflussreichsten deutschen Erzählerinnen und Drehbuchautorinnen ihrer Epoche. Bekannt wurde sie besonders durch ihre Zusammenarbeit mit Fritz Lang und Stoffe wie Metropolis oder Die Nibelungen. Ihre Literatur ist geprägt von Pathos, Disziplin, Opfermotiven und einem scharfen Gespür für dramatische Konstellationen. Erfahrungen mit Theater, Film und den Verwerfungen der Weimarer Moderne dürften ihre Gestaltung einer weiblichen Existenz zwischen Anpassung und Ausbruch wesentlich mitbestimmt haben. Empfohlen sei dieses Buch Leserinnen und Lesern, die frühe moderne Unterhaltungsliteratur nicht als bloße Kolportage, sondern als empfindliches Seismogramm sozialer Ängste und Hoffnungen verstehen möchten. Die Flucht der Beate Hoyermann bietet Spannung, Zeitkolorit und eine ernsthafte Auseinandersetzung mit Freiheit, Verantwortung und weiblicher Selbstbehauptung.
Weitere Details
Erschienen: 01.12.2025
Umfang: 136 S.
Sprache: Deutsch
Einband: KT
Format: 0.8 x 22.9 x 15.2 cm
ISBN/EAN: 9788028511296
Umbreit-Nr.: 8564236
