Das indische Grabmal
Verbotene Liebe, Racheintrige und architektonische Macht am Hof eines Maharadschas
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Zusatztext
Das indische Grabmal entfaltet eine spannungsreiche Erzählung um Liebe, Eifersucht, Macht und architektonische Vision: Ein europäischer Baumeister wird an den Hof von Eschnapur gerufen, wo ein Grabmal nicht nur Monument der Trauer, sondern Instrument fürstlicher Rache werden soll. Harbous Prosa verbindet melodramatische Zuspitzung mit exotistischem Abenteuerroman und symbolischer Raumgestaltung. Im literarischen Kontext der frühen Moderne steht das Buch zwischen Kolportage, Orientphantasie und psychologischem Schicksalsdrama. Thea von Harbou (1888-1954), eine der prägenden Autorinnen und Drehbuchschreiberinnen des deutschen Kinos, besaß ein ausgeprägtes Gespür für starke Bilder, mythische Konflikte und dramatische Konstruktionen. Ihre spätere Zusammenarbeit mit Fritz Lang, etwa bei Metropolis, zeigt dieselbe Neigung zu monumentalen Schauplätzen und moralisch zugespitzten Gegensätzen. Das indische Grabmal lässt erkennen, wie sehr Harbou von Theater, Filmästhetik und zeitgenössischen Vorstellungen des Fremden geprägt war. Empfohlen sei dieses Buch Lesern, die historische Unterhaltungsliteratur nicht nur als Spannungserzählung, sondern als Dokument kultureller Imagination lesen möchten. Wer sich für Weimarer Erzählformen, frühe Filmstoffe, Orientalismus und die Verbindung von Architektur, Begehren und Herrschaft interessiert, findet hier ein eindrucksvolles, kritisch reizvolles Werk.
Weitere Details
Erschienen: 01.12.2025
Umfang: 100 S.
Sprache: Deutsch
Einband: KT
Format: 0.6 x 22.9 x 15.2 cm
ISBN/EAN: 9788028511302
Umbreit-Nr.: 8564292
