Frau im Mond
Ein Weimarer Wissenschaftsabenteuer um Raketenflug, Weltraumgold und moralische Prüfungen
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Zusatztext
Frau im Mond entfaltet als später Weimarer Zukunftsroman die Vision einer Mondexpedition, in der wissenschaftlicher Ehrgeiz, ökonomische Spekulation und private Leidenschaften unauflöslich ineinandergreifen. Um den Ingenieur Wolf Helius, die Forscherin Friede Velten und den verkannten Professor Manfeldt entsteht ein Drama, das den Flug zum Mond als technische Unternehmung und moralische Prüfung inszeniert. Harbous Stil verbindet sachliche Apparatefaszination, melodramatische Zuspitzung und symbolische Kontraste; im Kontext der frühen deutschsprachigen Science-Fiction steht der Roman zwischen Jules-Verne-Erbe, expressionistischem Kino und den Raketenutopien der 1920er Jahre. Thea von Harbou (1888-1954), erfolgreiche Schriftstellerin und Drehbuchautorin, prägte mit Fritz Lang Werke wie Die Nibelungen und Metropolis. Ihre Nähe zum Film erklärt die szenische Prägnanz, die scharfen Konfliktmontagen und das Interesse an Technik als Schicksalsmacht. Zeitgenössische Debatten über Raumfahrt, Kapital, Geschlechterrollen und nationale Modernisierung lieferten ihr den Stoff für eine Erzählung, die Fortschritt zugleich bewundert und befragt. Empfohlen sei dieses Buch allen, die frühe Science-Fiction nicht nur als Abenteuer, sondern als kulturhistorisches Dokument lesen möchten. Frau im Mond zeigt, wie Zukunftsbilder Wünsche, Ängste und ethische Entscheidungen bündeln, und bleibt dadurch eine aufschlussreiche Lektüre für Literatur-, Film- und Technikgeschichte.
Weitere Details
Erschienen: 01.12.2025
Umfang: 112 S.
Sprache: Deutsch
Einband: KT
Format: 0.6 x 22.9 x 15.2 cm
ISBN/EAN: 9788028511319
Umbreit-Nr.: 8564249
